Kurkuma hilft gegen fast alles

Kurkuma oder Gelbwurz muss wohl ein Superman unter den Gewürzen sein! Was ist dran an dem asiatischen Multitalent?

Die Superwurzel unter den Gewürzen

Kurkuma ist der wichtigste Bestandteil neben etwa 40 anderen Inhaltsstoffen in einem typisch indischen Curry: Es ist eine Wurzel, die meist getrocknet, gerieben und in Pulverform zu uns gelangt. Der Farbstoff Curcumin färbt die Currys gelb, manchmal nennt man ihn deshalb auch indischer Safran. Bei uns heißt die Knolle Gelbwurz oder Gelbwurzel und wird in der ayurvedischen Medizin schon seit Jahrtausenden als Heilmittel eingesetzt.

Gelbwurz im Ayurveda

Laut Ayurveda ist Kurkuma für die Gehirngesundheit zuständig, verzögert Alterungsprozesse, lindert Magen-Darm- und Arthrosebeschwerden, schützt gegen Wurm- und Pilzbefall und reinigt das Blut. Um die Wirkung zu verbessern, soll es mit schwarzem Pfeffer und getrocknetem Ingwer gemischt werden. Als Mittel gegen Rheuma kombiniert man es mit Wacholderbeeren oder Eukalyptus und bei bei Hautkrankheiten und -unreinheiten wird Gelbwurz als Paste angerührt und auf die Haut aufgetragen. Seine erhitzende Wirkung soll Schmerzen im unteren Rücken (Lumbago) verbessern.

Kurkuma hilft gegen fast alles

Im Westen benötigt man belegbare Beweise, deshalb wird im Labor geforscht: Der Wirkstoff Curcumin soll den Ablagerungen im Gehirn bei Alzheimer vorbeugen können und krebs- und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Sein Wirkstoff regt Leber und Galle an, leitete Toxine wie Quecksilber aus und wirkt insgesamt Verdauungsbeschwerden entgegen. Chronische Prozesse, Atemwegserkrankungen und Entzündungen stoppt es durch seine antioxidative Wirkung. Es hilft gegen Gelenkentzündungen, gegen die Oxidation von Cholesterin, senkt die Blutfettwerte, stärkt das Herz und hilft damit gegen Arteriosklerose, Schlaganfall und Herzinfarkt. Laut einer Studie soll es sogar die Gene bei der Tumorbildung regulieren können.

Und nun ab in die Küche!

„Let food be your first medicine and the kitchen your first pharmacy.“
Lass Nahrung deine erste Medizin und die Küche deine erste Apotheke sein.

Die Wahnsinns-Wunderknolle oder ihr Pulver gehört also unbedingt in die Küche und ins Essen. Im Ayurveda ist Nahrung Medizin: Kurkuma verwendet man in Currypulver mit anderen Gewürzen, man kann es in alle Speisen (viertel oder halben Teelöffel) dazugeben: In Reisgerichte und Milchreis, als Gewürz in Kartoffel- und Gemüsegerichte. Nimmt man zu viel, schmeckt es zu sehr vor. Sonst merkt man es kaum, man erkennt es nur an der Farbe. Kurkuma kann als Tee bei Verdauungsbeschwerden getrunken werden: Auf einen Viertelliter Wasser gibt man je einen Viertelteelöffel Kurkumapulver und Ingwerpulver und etwas schwarzen Pfeffer. Aufkochen und heiß trinken.

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