Mit Yoga Vetrauen ins Leben fassen

Ein wunderbarer Weg, die Kontrolle abzugeben, ist Fallschirmspringen. Abgesehen davon, dass man das Adrenalin noch stundenlang bis unter die Augenlider spürt! Es ist einfach unglaublich zu fliegen!

Mit Yoga Vetrauen ins Leben fassen

Na gut, man fällt erst mal, aber das ist zum Loslassen eine tolle Möglichkeit, und es stärkt das Vertrauen ins Leben. Für viele Menschen ist Vertrauen gar nicht so einfach. Selbstverständlich muss man nicht mit dem Fallschirm abspringen, um die eigenen Grenzen zu erkunden. Es reicht schon aus, anderen Menschen mal die Planung für etwas zu überlassen oder sich in einer Gruppensituation tragen zu lassen. Es bedeutet jedoch nicht, sich dem Gruppendruck zu beugen. Man sollte noch ein selbstständig denkendes Wesen bleiben! Mich einer Gruppe anzuvertrauen, ist mir früher nicht leicht gefallen.

Yogalehrer werden

Die Yogalehrer-Ausbildung war da eine sehr gute Übung, um Vetrauen ins Leben zu fassen. Man mag nicht immer alles mitmachen, es tut aber auch nicht weh: Man lernt sich zurückzunehmen (sage ich heute). Man kann Hindernisse erkennen und Gelassenheit üben, das führt zu Gleichmut im Alltag. Ich habe gelernt, mich (meist) nicht mehr so wichtig zu nehmen, die eigenen Probleme mit einer gesunden Distanz zu betrachten und festzustellen: Eigentlich geht es mir doch Gold! Um herauszufinden, ob ich das nicht nur behaupte und mir selbst etwas vorgaukel, habe ich mir den Tandemsprung gegönnt. Leute, es war phänomenal!

Fallschirmspringen und die Angst vorm Tod

Ich dachte, ich hätte beim Fallschirmspringen Angst vorm Tod. Das war es aber gar nicht. Klar, hätte etwas passieren können. Der Fallschirmspringer, dem ich vor den Bauch geschnallt wurde, hatte bereits 10.000 Sprünge hinter sich und bisher nie einen Unfall. Wovor hatte ich also Angst? Vor der Hingabe an das große Ganze, Vertrauen zu haben in die Fähigkeiten eines anderen Menschen und vielleicht sogar einfach Vertrauen in Gott. Ja, das ist ein schwieriges Thema für viele. Wenn wir es aber nicht Gott nennen, dann eben Universum oder die Allseele (Brahman).

Kontrolle abgeben lernen

Man muss die Kontrolle irgendwann sowieso abgeben: An Krankenschwestern, Pflegepersonal oder die eigenen Kinder. Dann wäre es doch schön, das schon mal zu üben. Und tatsächlich, auch darum geht es im Yoga und im Buddhismus. Das umfassendste Werk dazu scheint das Tibetische Totenbuch zu sein: Es geht um den Übergang vom Leben zum Sterben. Etwas anderes machen wir in der Totenstellung „Shavasana“ im Yoga auch nicht. Wir üben bewusstes Pranayama mit Einatmen, Ausatmen und die Übergänge erkunden (nicht einschlafen!). Um ganz bewusst am Ende unseres Lebens den letzten Übergang wahrzunehmen.

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