Yoga Nidra

Der yogische Schlaf ist eigentlich eine sehr tiefe Tiefenentspannung bei gleichzeitig klarem Bewusstsein. Das muss man erst einmal hinkriegen!

Yoga Nidra

Nidra bedeutet „Schlaf“ und „Nicht-Bewusstheit“. Es ist also eine Übung zur Tiefenentspannung, jedoch mehr als eine reine Entspannungsübung. Denn der Geist soll in den Zustand vollbewusster Ruhe gebracht werden. Dadurch möchte man erreichen, dass Stress und Nervosität abgebaut und im Unbewussten liegenden Kräfte ins Bewusstsein gehoben werden können. Das kann man vergleichen mit den Übungen, um im Schlaf bewusst zu bleiben und sein Traumbewusstsein zu lenken: Traum-Übungen der Nacht. Dabei verharrt man im sogenannten Alpha-Zustand.

Wozu Yoga Nidra?

Der Alpha-Zustand ist die Zeitspanne in der Übergangsphase zwischen Wachbewusstsein und Schlafen, kurz vorm Einschlafen beispielsweise. Durch Yoga Nidra kann man diese kurze Phase ausweiten und einen Zugang zum Bewusstsein erlangen. Das Bewusstsein findet man nur im Hier und Jetzt, nicht in den Gedanken an die Vergangenheit oder Zukunft. Das Ergebnis ist eine größere Erholung als im normalen Schlaf, da Kurz, aber intensiv. Man kommt in Kontakt mit Inspiration und Kreativität, soll damit sogar Krankheiten heilen und Ängste lösen können.

Der Weg in die Tiefenentspannung

Der Ablauf von Yoga Nidra führt von der äußeren Ebene der Wahrnehmung in einer wiederkehrenden festgelegten Reihenfolge in die tieferen Ebenen des Seins: Man legt sich bei dieser Tiefenentspannung bequem in Shavasana (Totenstellung) und richtet die Aufmerksamkeit auf verschiedene Körperteile. Dabei wiederholt man innerlich den Namen des Körperteils. Er entspannt und erhält gleichzeitig neue Energie (Prana). Dieser Widerspruch verbindet sich Körper und Geist, Gedanken erhalten keinen Raum mehr. Wie auch in der Meditation lenkt man die Achtsamkeit auf den Atem und den Körper. Dieser schnelle Wechsel löst Gefühle aus den Tiefen des Bewusstseins und holt sie an die Oberfläche. Neue Möglichkeiten und Fähigkeiten treten hervor.

Unterschied zur Meditation

Im Unterschied zur Meditation arbeitet man im Yoga Nidra mit einem Sankalpa, einem Vorsatz oder Entschluss. Er wird in einem kurzen, positiven Satz für sich am Anfang und Ende der Übung wiederholt und soll die Willenskraft und den Geist stärken. Im letzten Drittel der Übung hat man also Zugang zum Tiefenbewusstsein. Hier kann man durch Visualisierungen neue Impulse setzen und Veränderungen bewirken. Darüber soll man sogar traumatische Ereignisse lösen können. Aus der Tiefenentspannung kommt man ebenso geführt und systematisch wieder zurück ins Wachbewusstsein wie man hineingelangt ist.

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