Yoga ist Meditation in Bewegung

Yoga sind nicht ein paar Haltungen oder Sequenzen, die man ausführt, sondern eine besondere Geisteshaltung dabei. So wird aus einer gymnastischen Übung Meditation in Bewegung.

Yoga ist Meditation in Bewegung

In den Yoga-Übungen versucht man eine Einheit zwischen Körper, Geist und Seele, also mit allem was ist, dem Universum herzustellen., Das Wort Yoga bedeutet „Wissenschaft der Vereinigung“. Um sich mit dem höchsten Bewusstsein zu verbinden, sucht man den Weg über die Meditation. Das haben früher nur Asketen in Höhlen praktiziert und Yoga bekam den Ruch des Merkwürdigen, einer Geheimlehre. Swami Vivekananda, Shri Yogendra und T. Krishnamacharya wurden von ihren Meistern Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts beauftragt, Yoga gesellschaftsfähig zu machen. Allen Menschen sollten die Segnungen des Yoga zur Gesundheit und Ethik zur Verfügung stehen.

Patañjalis achtgliedriger Pfad weist den Weg

Patañjali hat das alles in kurzen Merksätzen im Yoga Sutra festgehalten. Die Reise beginnt, da wo man gerade ist, im Körper mit seinen Herausforderungen. Die meisten bleiben leider dabei stehen oder setzen gleich die Meditation daran an. Natürlich ist es wichtig, den Körper für die Meditation vorzubereiten, um länger aufrecht sitzen zu können. Genauso wichtig ist aber die Reinheit von Körper und Geist: Darüber erfährt man alles in den Yamas und Niyamas im Yoga Sutra.  Sie sollte man in freiwilliger Disziplin befolgen, um die Praxis der Meditation  aufnehmen zu können. Alles andere ist Augenwischerei und mündet in Fantasiereisen. Also muss klar sein: Bleiben Sie nicht bei den Körperübungen (Asanas) stehen: Üben Sie sich täglich in den Yamas und Niyamas.

Yamas und Niyamas

Die fünf Yamas sind: Nicht-Verletzen (Ahimsa), Nicht Lügen (Satya), Nicht-Stehlen (Asteya), Mäßigung und Reinheit (Brahmacharya) und Nicht-Habgier (Aparigraha). Warum sind sie alle negativ formuliert? Wie in der Kinderziehung wird der Geist trainiert, negative Verhaltensweisen zu unterlassen. Tun Sie einfach keine falschen Dinge! Die fünf Niyamas erfordern mehr Selbstbeherrschung, man muss sich aktiv um Reinheit und ethisches Verhalten bemühen: Körperliche und geistige Reinheit (Sauca), Selbstgenügsamkeit (Santosha) Willensstärke und Disziplin (Tapas), lesen inspirierender Schriften und Selbststudium (SvadhyayaSvadhyaya) und letztlich die Hingabe an das große Ganze oder Gottvertrauen (Ishvarapranidhana). Man kann selbstverständlich einfach nur die körperlichen Yoga-Übungen machen und wird dadurch ein gesundes, langes Leben führen können. Die eigentliche Tiefe des Yoga wird man jedoch nicht ausloten, wenn man nicht zu „Meditation in Bewegung“ kommt,eine Rückverbindung zur Ethik und Bewusstsein herstellt in jeder Handlung und jeder Tat.

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