Yoga lehren: Wie geht das?

Lehre, was Du selbst erfahren und erlebt hast: Das Buch „Yoga lehren“ von Christina Lobe und Maren Brand bietet einen praktischen Zugang, einen lebendigen und kreativen Unterricht zu gestalten.

Yogalehrerausbildung – und jetzt?

Mit sieben Schlüsseln bzw. Prinzipien für einen guten Yogaunterricht definieren die beiden Yogalehrerinnen das Feld, auf dem sich Yogalehrende vorbereiten sollen, um den „Sitz des Yogalehrers einzunehmen“. Zwar gibt es einen äußeren Rahmen, doch darin darf und muss ein Yogalehrender auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen können. Andernfalls bleibt es eine Gymnastik. Mit zunehmender Erfahrung wird man freier und kreativer in der Gestaltung des Unterrichts. Dazu bedarf es einer inneren Haltung (Sankalpa) und offenen Herzens (Hrdaya), der eigenen regelmäßigen Übungspraxis (Sadhana), Selbstfürsorge und Selbsterforschung (Svadhyaya). Daneben sollten Yogalehrer ihre eigene Stimme (was habe ich mitzuteilen?) und für die Teilnehmer sinnvolle Abfolgen und eine  gute Ausrichtung entwickeln.

Yoga lehren: Wie geht das?

„Wenn du etwas lernen willst, lies darüber.
Wenn du etwas verstehen willst, schreib es auf.
Wenn du etwas meistern willst, lehre es anderen.“
Yogi Bhajan

Was möchte ich meinen Schülern vermitteln? Wie breche ich das für die Teilnehmer und ihren Alltag herunter? Das sind Fragen, denen man sich in einem Lehrberuf immer wieder stellen sollte. Dazu muss ich in erster Linie für mich selbst gut sorgen, um authentisch zu sein. Und es ist so wichtig sich mit seinem Herz zu beschäftigen. Zu jedem der sieben Prinzipien werden Übungen angeboten, um das Gelesene zu vertiefen. Viele Zitate regen zum Nachdenken an. Es gibt Inspirationen für die eigene Übungspraxis und am Ende des Buches Interviews mit anderen Yogalehrerinnen. Anders als in den „üblichen“ Yogabüchern geht es tatsächlich um den Inhalt und nicht nur um körperliche Übungen. Das finde ich begeisterungswürdig!

Sieben Schlüssel für guten Yogaunterricht

"Yoga lehren" von Brand, Lobe © Theseus

„Yoga lehren“ von Brand, Lobe © Theseus

Unterrichten ist eine Kunstform, wenn die Stunde nicht nach einer To-Do-Liste abgearbeitet wird. Yogahlehrende konzentrieren sich auf ihre eigenen Erfahrungen, bewegen ihre Gedanken im Herzen, um zu einer Inspiration für die Stunde zu kommen. Das vermitteln sie dann zu Beginn der Stunde ihren Schülern. Im Anusara Yoga nennt es sich das Herzthema einer Stunde. In anderen Yogarichtungen ist es aber genauso wichtig, einen Idee zu haben, um die Philosophie alltagstauglich zu übermitteln. Es sollte etwas sein, das die Menschen anrührt, um eine nachhaltige und tiefgreifende Wirkung auszulösen. Yoga soll das Leben schließlich bereichern! Dieses Buch hilft, einen eigenen Lehrerstil und Freude am Unterrichten zu entwickeln.

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