Yoga für den inneren Frieden

Das Buch „Yoga für den inneren Frieden“ von Tanja Seehofer hilft das zu finden, wonach wir eigentlich Weihnachten suchen: Stille und Zufriedenheit mit sich selbst.

Stille und Zufriedenheit in sich finden

Was haben die indischen Götter Shiva, Kali, Ganesha oder Saraswati mit Weihnachten zu tun? Wie in allen Religionen geht es auch im Hinduismus um Liebe zu sich, zu anderen und ein gelungenes Miteinander. Ähnlich wie unsere Heiligen stehen sie sinnbildlich für Eigenschaften, die man kultivieren möchte, indem man sich Göttern oder Heilgen  zuwendet. In ihrem Buch zeigt uns Tanja Seehofer, wie wir über Meditationen zu den göttlichen Eigenschaften unseren Gefühle begegnen, ihnen Raum geben und sie sein lassen können. Ohne sie hoch kommen zu lassen, können diese Kräfte zu einer unbeherrschbaren, explosiven Mischung werden. Dabei gelingt es der Autorin, psychologisch-westliches Denken mit östlichen Weisheiten nachvollziehbar zusammenzubringen.

Yoga für den inneren Frieden

„Yoga für den inneren Frieden“ von Tanja Seehofer © Windpferd

Alle Gefühle, ob bewusst oder unbewusst beeinflussen unser Denken und Handeln. Die schlechten versuchen wir zu unterdrücken oder zu ignorieren, was manchmal eine Zeit lang gelingt. Dann schaffen sie sich jedoch Gehör und das leider oft zu unpassenden Gelegenheit. Wenn wir also glücklich sein wollen, müssen wir uns auch die unangenehmen Gefühle anschauen. Dabei kann Tanja Seehofers Buch „Yoga für den inneren Frieden“ mit Mental- und Yoga-Übungen, kurzen Meditationen und täglichen Ritualen den Weg bereiten. Wie in ihrem Buch „Yoga gegen Burnout“ gelingt ihr das sehr gut.

Vermeidung von Gefühlen

Durch Übungen können wir körperlich „begreifen“, was unseren inneren Frieden stört und wie man mit Hilfe von Yoga und Meditation wieder in Balance kommen kann. Gefühle wie Neid, Eifersucht, Wut und Trauer möchten wir nicht zeigen oder ausleben. Einige hinduistischen Gottheiten repräsentieren einige dieser grundlegend menschlichen Gefühle. Auch der Buddhismus steuert seinen Teil zur Bewältigung dieser Kräften bei. Es gilt der Grundsatz: Gefühle sind Gefühle, sie sind weder negativ noch positiv. Ihre Dämonisierung und Verdrängung macht krank und innerer Frieden kann, ohne sie zu integrieren, schlichtweg nicht erreicht werden. Buddhistisch oder auch therapeutisch gesehen, bietet eine bewusst Auseinandersetzung die Möglichkeit, sie zu reflektieren.

Sich selbst bewusst

Nur durch die Erkenntnis eines echten sich-selbst-bewusst-Seins kann man Verantwortung für die eigenen Handlungen übernehmen und eine Befreiung von Karma und aus dem Kreislauf der Wiedergeburten wird möglich. Denn „der Yoga lehrt uns, uns nicht vollkommen mit diesen Kräften zu identifizieren“, trotzdem muss jedes Gefühl zugelassen und gefühlt werden, bevor es in Frieden gehen darf. Loslassen gehört also unbedingt dazu. Praktische Anleitungen gibt die Autorin mit dem „Yin-Yoga-Sequenz bei Wut und Ärger“, der „Tibetischen Niederwerfung oder einem ganzen Notfallkoffer an Übungen. Ein sehr empfehlenswerter und praktischer Weg nach innen.

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