Das Yoga-Gehirn

Was ändert sich durch Yoga? Viele denken, es ginge um Dehnfähigkeit. Tut es auch, aber vor allem im Kopf!

Yoga für neuronales Glück

Yoga regelmäßig praktiziert stärkt nicht nur die Persönlichkeit, sondern auch die Emotions- und Impulskontrolle. Beides befindet sich im präfrontalen Cortex. Ist das Gehirn gesund, trifft ein Mensch stimmige Entscheidungen. Ebenso schützt man das Gehirn und bleibt gesund, wenn etwas Spaß und Freude im Spiel ist. Das Gehirn schüttet das Hormon Dopamin aus, das auf das Belohnungssystem wirkt. Nach einer Yogastunde fühlt man sich meist entspannt und glücklich. Es kann so einfach sein! Leider ergeht es uns genauso, wenn wir Drogen nehmen: Dopamin wird ausgeschüttet. Drogen benebeln den präfrontalen Cortex, dämpfen die Persönlichkeit und stören die Impulskontrollen. Ich erzähle Ihnen da nichts Neues: Es sollte besser eine gesunde Variante von Spaß sein, um längerfristig ein schlaues Leben zu führen. Weiter benötigt man für ein gesundes Gehirn eine gute Durchblutung, die bekommt man durch körperliche Bewegung: An der frischen Luft tankt man Sauerstoff für klares Denken durch joggen, Radfahren oder einfach spazieren gehen.

Gehirnjogging und Ernährung

Um der Alterung des Gerhirns entgegenzuwirken, gibt es viele Tipps: Rätseln, Gehirnjogging oder Puzzlespiele, Tanzen oder eine Sprache erlernen. Wichtig ist es neue Dinge auszuprobieren, das Gehirn zu fordern und so zu fördern. Yoga bietet nicht nur Dehnübungen, er fördert Koordination und Balance, lenkt die Konzentration auf bestimmte Punkte oder den Atem. Durch entsprechende Pausen kann das Gehirn das Gelernte verarbeiten. Um Stressfaktoren zu vermeiden, übt man sich in Yoga und Meditation. Gesunde, sattvische Ernährung braucht man nicht nur für den Körper, es hilft auch dem Inhalt des Kopfes: Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit (nein, kein Alkohol!) zu sich, ernähren sich ballaststoffreich mit Vollkorngetreide, Obst und vor allem Gemüse. Gesunde Tipps finden Sie dazu im Ayurveda.

Das Yoga-Gehirn

Cover

„Neuro-Yoga“ von Trökes, Knothe © O. W. Barth

Wer sich vertiefend mit der Materie auseinandersetzen möchte, dem sei das Buch „Neuro-Yoga“ empfohlen: Yoga-Lehrerin Anna Trökes und Naturwissenschaftlerin Bettina Knothe erläutern, wie Yoga auf unser Gehirn wirkt. Sie berichten über interessante Zusammenhänge zwischen der Weisheitspraxis aus Indien und Ergebnissen aus der Hirnforschung: Yoga stärkt die Strukturen des Gehirns, des gesamten Nervensystems und schult uns motorisch, sensorisch und kognitiv. Die Yoga-Techniken haben eine heilsame und harmonisierende Wirkung, dabei werden Spiegelneuronen und die Neuroplastizität des Gehirns angesprochen. Würdevoll altern ist also möglich! Ohne ein Training in Konzentration und Meditation bleibt der Geist unruhig und er Mensch reagiert auf äußere Reize, statt achtsam zu bleiben. Ein Kapitel heißt „Vom ich zum Wir“, ein grundlegender Gedanke im Yoga! Erst wenn wir lernen, unsere Gedanke, Stimmungen und Gefühle zu kontrollieren, erfahren wir das ganze Ausmaß der Rastlosigkeit der Gedanken. Wenn wir uns selbst kennen, können wir sinnhaft leben und sinnstiftend für unser Umfeld handeln. Und das Interessanteste ist, dass Patañjali im Yoga Sutra bereits vor 2000 Jahren die Aktivitäten des Gehirns genau beschrieb!

2 Antworten zu “Das Yoga-Gehirn

  • interssanter Artikel, aber seit wann machst ausgerechnet du so viele Rechtschreibfehler? Stress?
    Na auf jeden Fall wünsch ich dir fröhliche Festtage
    Gruß Dörte

    • Annette Bauer
      3 Monatenvon

      Yo, Danke! Habe drei Fehler gefunden. Irgendwann sehe ich einfach nichts mehr. Ich sollte meinem Gehirn mal eine Pause gönnen! :)))

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