Yoga und Burnout

Was hat Yoga mit Burnout zu tun? Manch ein Yoga-Lehrer hat es bis dahin geschafft. Das würde man nicht denken, aber auch in diesem Beruf kann man es übertreiben. Bisher ging man davon aus, dass es der Job ist, der einen ausbrennen lässt. Das Buch von Tanja Seehofer „Yoga gegen Burnout“ zeigt ein breites Feld auf, in dem man sich selbst mit Yoga begleiten kann.

Wege ins Burnout

Nach neueren Forschungen betrifft es alle Lebensbereiche. Es ist nicht nur zu viel Arbeit, sondern auch unsere Partnerschaft, der Freundeskreis, unsere finanzielle Situation oder wie wir uns selbst erkennen können und auf unsere Gesundheit achten, spielen beim Ausbrennen eine Rolle. Man hat keine Freude mehr am Partner und den Freunden, zieht sich aus Freizeitaktivitäten zurück, sieht alles nur noch in düsteren Farben. Entspannung und Schlaf sind nicht mehr oder nur noch schlecht möglich, man leidet unter Ängsten und fühlt sich zunehmend gelähmt, energielos und hat den Kontakt zu sich und seinem Körper verloren. Alles, was für uns wichtig ist, Fühlen, tiefes Atmen und sich entspannen, klappt nicht mehr – eine Lösung ist nicht in Sicht. Dann streicht der Organismus die Segel und brennt aus.

Yoga und Burnout

Yoga ist ein genialer Weg, um ein Burnout zu vermeiden, und dient als begleitende Maßnahme, wenn der Schaden schon entstanden ist. Natürlich kann man auch Yoga-Gymnastik machen und sich durch positive Affirmationen oberflächlich toll fühlen. Interessant wird es aber dann im Alltag, wenn die Luftschlösser zusammenbrechen. Jetzt entfaltet Yoga sein eigentliches Potential: Es geht um einen tiefen inneren Prozess, um Transformation der Blockaden, die unsere wahre Natur hemmen. Beginnt man diesen Prozess, macht man gute und schlechte Erfahrungen, aber vor allem lernt man sich selbst besser kennen. Je näher man sich ist und sich in seinem Körper auskennt, desto weniger kann man in ein Burnout geraten. Man lernt Pausen zu machen und sich gute Erlebnisse zu bescheren, die das Leben erst lebenswert machen. Der Yoga-Weg lohnt sich. Man ist von außen weniger manipulierbar, kommt immer tiefer in Kontakt mir sich selbst.

Wege aus dem Burnout: Selbstfürsorge

"Yoga gegen Burnout" Tanja Seehofer © Windpferd

„Yoga gegen Burnout“ Tanja Seehofer © Windpferd

Das Buch „Yoga gegen Burnout“ von Tanja Seehofer ist ein guter Einstieg in die Thematik. Beschrieben werden nicht nur ein paar hilfreiche Yoga-Übungen, sondern das Wie. Dazu helfen neuere Forschungs-ergebnisse und die Erfahrungen vieler Experten: Lähmend ist ein ungesunder Perfek-tionismus, die Sucht nach Anerkennung (die man nie erhält), das Ausblenden von krankmachende Angewohnheiten und die Unterdrückung von Bedürfnissen wie Hunger und Müdigkeit. Yoga kann helfen wieder in den inneren Dialog zu gehen und sich die richtigen Fragen zu stellen: Wie soll ich mit mir umgehen? Wie gestalte ich meinen Alltag, damit ich nicht (wieder) im Burnout lande und dadurch frühzeitig sterbe?

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