Yoga bei Depressionen

Kaum habe ich ein Buch von ihr gelesen, erscheint schon ein neues: Diesmal geht es bei Anna Trökes um Depressionen: „Yoga bei Depression“.

Studien zu Yoga bei Depressionen

In Deutschland erkranken jährlich etwa 5,3 Millionen Menschen an behandlungsbedürftigen, unipolaren Depressionen. Inzwischen stützen klinische Studien die Theorie, dass Yoga depressiven Menschen effektiv helfen kann, die eigene Kraft wieder aufzubauen. Bei leichten depressiven Verstimmungen soll Yoga helfen, bei affektiven Störungen (Depression) als ergänzendes Mittel neben Psychotherapie und Psychopharmaka zum Einsatz kommen. Yoga verbessert die Fähigkeit, sich selbst besser wahrzunehmen und körperliche und emotionale Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen. Er kann Symptome lindern, Angst verringern und verlängert die symptomfreie Zeit zwischen zwei depressiven Episoden. Und das stärker als andere Sportarten oder Entspannungsverfahren!

Die verschiedenen Blickrichtungen auf Depression

Aus persönlicher Erfahrung schildert Anna Trökes in ihrem neuen Buch „Yoga bei Depression“ wie westliche Medizin, Neurobiologie und Psychotherapie Depressionen definieren. Ebenso liefern neueste Erkenntnisse über die Rolle des Darms und Immunsystems weitere Ansätze, um Depression zu verstehen. Im zweiten Kapitel beschreibt sie die buddhistische Analyse des Leidens, erklärt aus Patañjalis Yoga Sutras die Hindernisse (Kleshas) und setzt die Prinzipien des Handelns (Kriya Yoga) dagegen. Das Besondere an Anna Trökes Büchern ist ihre Klarheit, mit der sie komplexe Zusammenhänge leicht verständlich darstellt. Anna Trökes möchten aufzeigen, dass Yoga wirklich helfen kann, und gleichzeitig ist es ihr ein Anliegen, für Verständnis für diese Erkrankung und die Betroffenen zu werben.

Yoga bei Depressionen

Im dritten Kapitel wird Yoga als adjuvante Therapie bei Depression vorgestellt: Kleine Schritte; Bewegung hilft; Haltung und Stimmung; Symbolik der Asanas für innere Bilder nutzen. Im viertel Kapitel folgende dann Bewegungsabläufe und Haltungen, Atemübungen und Meditationen. Das Buch „Yoga bei Depression“ ist besonders interessant für mentale Übungen zur Veränderung der Lebenskonzepte und Umformung unseres Gehirns. Bei den Körper- und Atemübungen wird deutlich beschrieben, wie die Haltungen und Abläufe auf das vegetative Nervensystem wirken. Die Forschungen der Neurowissenschaften belegen, dass darin das größte Heilungspotenzial liegt. Denn wir können laut einiger Studien durch Yoga sogar die DNA beeinflussen! Unsere Gewohnheiten entscheiden, wie glücklich und frei wir sind.

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