Yoga der Befreiung: Jivamukti Yoga

„Yoga der Befreiung“, so der Buchtitel, ist für Sharon Gannon und David Life die Weiterentwicklung ihres künstlerischen Lebens. Ihre Hinwendung zum Yoga ist ein künstlerisches Gesamtkunstwerk: Jivamukti Yoga ist für sie der Inbegriff der Befreiung.

Yoga als Lebenshaltung

Man erlangt Befreiung (Moksha) durch Quellenstudium, Bhakti-Yoga, Ahimsa, Klang und Meditation entsteht. In ihrem Buch brechen sie die Theorie und Praxis des Yoga herunter – es macht einfach Spaß, die Zeit in die 80er Jahre zurückzudrehen! Das ist aber nicht noch so ein Yoga-Buch, das die ganze Geschichte vom Urschleim her erzählt. Es ist vielmehr die Lebensphilosophie zweier Künstler, die erkannt haben, dass man mit Yoga glücklicher und entspannter leben kann. Und wer wollte das nicht? Sind nicht alle auf der Suche nach Glück? Auf spannende Weise erläutern sie, wie und wieso man Gewaltlosigkeit praktizieren, einen Guru suchen und Kriya-Yoga-Übungen praktizieren sollte. Denn nur durch die eigene Kriya-Yoga-Praxis bildet man den Charakter. Es gehören Disziplin, Selbststudium und Hingabe dazu, um sich auf den inneren Yoga-Weg (Meditation) vorzubereiten.

Die yogische Gemeinschaft

Mentale Stärke und körperliche Flexibilität befreien über die vier yogischen Ziele. „Die Wissenschaften helfen uns, die Unterschiede zwischen Dingen zu analysieren. Yoga dagegen sucht zu verbinden, nicht zu trennen. Die Yogapraktiken sind Werkzeuge, die uns in die Lage versetzen, Erfahrungen jenseits der Begrenzungen der fünf Sinne zu machen.“ Diese macht man im Jivamukti Yoga in der Gemeinschaft. Man begreift und nimmt sich selbst nicht immer so wichtig. Die Menschen finden in dieser großen Gemeinschaft zusammen, um sich gegenseitig zu inspirieren. Transformation findet über Musik, Klang und Kirtan-Gesang und Meditation statt.

Yoga der Befreiung: Jivamukti Yoga

Gannon Life "Yoga der Befreiung" © Vianova

„Yoga der Befreiung“ von Gannon, Life © Vianova

Zusammenkünften und Satsangs werden nach Meinung von Sharon Gannon und David Life in den meisten westlichen Yogastunden sträflich vernachlässigt. Das ist für die meisten Westler bereits zu viel Spiritualität. Im Jivamukti Yoga ist ein Ziel, die Verbundenheit mit allen und allem zu erkennen. Durch Satsangs verbindet man sich und teilt gemeinsame Gedanken und Erfahrungen. „Es ist natürlich vorteilhaft, in der Einsamkeit zu sein, in einem Ashram zu leben und sich auf die Natur beziehen zu können, aber wir haben nie gefühlt, dass New York nicht natürlich ist. (…) Wenn du dich von Vorlieben abhängig machst (…), kannst Du die Wahrheit nicht kennenlernen.“ Die Gründer des Jivamukti Yoga Centers in New York, Sharon Gannon und David Life, stellen in ihrem Buch „Yoga der Befreiung“ ihr Yogasystem vor.

Hingabe und Gewaltverzicht

Grundlagen für diese Richtung sind fließenden Bewegungsabfolgen, die sie mit dem Wissen alter Schriftquellen verbinden. Wert legen sie auf die Praxis der Hingabe (Bhakti-Yoga) und das Prinzip der Gewaltlosigkeit (Ahimsa) in Bezug auf Umweltschutz, Rechte der Tiere und vegetarische Ernährung. Das ist alles plausibel im Buch ausgebreitet und man merkt, wie ernst sie es selbt praktizieren. In ihren Yoga-Klassen spielt Musik eine große Rolle. Sie bauen sie in Form von Klang und Gesang in den Unterricht ein. Damit möchte man die Schüler spirituell inspirieren und zur fünften Säule des Jivamukti Yoga führen, zur Meditation.

Alle Zitate aus „Yoga der Befreiung“ Gannon/Life

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