Wozu macht man eigentlich Yoga?

Warum machen so viele Menschen Yoga? Aus unterschiedlichen Beweggründen: Zu Beginn geht es meist um die Gesundheit, aber was passiert dann?

Wozu macht man eigentlich Yoga?

Mehr als 90 Prozent der Menschen, die zum Yoga kommen, wünschen sich körperliche Bewegung, bessere Gesundheit und/oder Stress-Abbau. Das ist einfach unserem westlichen Lebensstil geschuldet und nicht weiter verwunderlich. Wer eine Weile praktiziert hat, wird jedoch bemerken, dass sich die ursprünglichen Gründe ändern. Eine Studie ergab, dass zwei Drittel der Schüler und 85 Prozent der Lehrenden eine Veränderung hin zu einer größeren Spiritualität und Selbstverwirklichung empfinden, und es stellt sich ein Gefühl der Erfüllung ein, das eigene Potenzial zu entfalten. Denn Yoga bietet mehr als Gymnastik: Einen entspannten Geist, Selbstreflexion, die Praxis von Mitgefühl und ein erweitertes Bewusstsein.

Gesundheit im Fokus: Und das ist gut so!

Erst wenn man auf körperlicher Ebene Heilung erfährt, kann man sich auf den Geist oder Spiritualität konzentrieren. Und das ist gut, die Beweglichkeit zu erhöhen, Gleichgewicht und Ausdauer zu verbessern und die Blutfettwerte zu senken. Wenn man sich besser fühlt und erholter ist, kann man sich selbst und die Situationen des Alltags aus einem anderen Blickwinkel betrachten: Dann kann auch  erst der Wunsch entstehen, tiefer in die „Geheimnisse“ des Yoga vordringen zu wollen: Es ist der Weg zu sich selbst und die spannendste Reise, die man sich vorstellen kann!

Allheilmittel Yoga?

Studien belegen eine Zunahme der Beweglichkeit, aber auch der Akzeptanz von chronischen Schmerzen, sprich der jetzigen Situation. Man lernt, im Hier und Jetzt zu leben. Die Übungen helfen auch bei Müdigkeit, Übergewicht, Asthma, Reizdarm und unterstützen den Gewichtsverlust, denn Yoga ist eine allumfassende Lebensphilosophie. Jeder Laie kann ausprobieren und erfahren wie das geht: Man muss nur jeden Tag zehn Minuten diszipliniert einige Übungen praktizieren, um eine Verbesserung zu erzielen. Geht es einem dadurch besser, bleibt man dabei. Und voilà, man ist schon mittendrin. Dabei ist Yoga frei von schädlichen Nebenwirkungen, wenn man es richtig und in Maßen praktiziert! Durch eine tägliche Praxis (Sadhana) reduzieren sich auch geistige Beschwerden und Krankheiten wie Depressionen, Stress oder Angst, und das beste: Yoga schützt das Gehirn und beugt dem Abbau der grauen Substanz im Alter vor. Das Gehirn bleibt jung!

Nicht nur jung, auch noch fröhlich!

Das ist besonders wichtig für die Graue Substanz in der linken Gehirnhälfte, die Seite für positive Emotionen und Erfahrungen, die auch den Parasympathikus steuert: Wir haben Zeit und Ruhe und können alles entspannt verdauen. Emotionen wie Freude und Glück sind dort deutlich aktiver. Und wollen wir das nicht alle? Jung geblieben und fröhlich alt werden. Das könnte man zwar auch durch ein gesundes Krafttraining oder Joggen erzielen, aber Yoga geht weiter Richtung Transzendenz: Wir hören auf, besser sein zu wollen und gegen uns selbst zu arbeiten, beginnen uns so anzunehmen, wie wir sind. Und das mit der größten Neugier und Wohlwollen!

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