Vinyasa Yoga: Tipps für heiße Tage

„Es ist Sommer und es ist heiß, da ess ich ein Zitroneneis. Kostet es auch teures Geld, Zitroneneis ist meine Welt“, sangen die Ärzte 1989. Für Yoga-Praktizierende gibt es andere Möglichkeiten, sich abzukühlen: Kühlendes Vinyasa, kühlende Haltungen und Pranayama. Ernährungs-Tipps gibt es aus dem Ayurveda.

Was ist eigentlich Vinyasa Yoga?

Vinyasa Yoga-Übungen sind sanfter und deshalb gut geeignet für heiße Tage. Vinyasa bedeutet „etwas in besonderer Weise platzieren“. Das lässt viel Deutungspielraum und führt dazu, dass jeder etwas anderes darunter versteht. Für die einen ist es eine geregelte Bewegung, die mit dem Atem verbunden ist (sollte so nicht jedes Yoga sein?). Es kann auch eine fordernde fließende Sequenz im Atemrhythmus sein oder eine Bewegungsabfolge, die vorwärts wie rückwärts die gleichen Bewegungen durchläuft. Kurz: Mit einander verbundene Asanas nennt man ein Vinyasa. Wenn man den fließenden Atem und das In-besonderer-Weise-platzieren einbezieht, wird daraus eine machtvolle Praxis. Man kann sie je nach Witterung langsam oder schnell ausführen. Man kann sie mit der Ujjayi-Atmung oder sanft fließendem Atem verbinden. Im Sommer sollte man Ausatem-betont und besonders langsam üben. Ebenso sollten Bewegungsabfolgen im Alltag wie zum Kopierer gehen, Abwaschen oder zur Arbeit radeln langsam sein.

Vinyasa Yoga: Tipps für heiße Tage

Sommer gehört ayurvedisch zum Pitta-Dosha. Um Pitta oder die Hitze der Pitta-Zeit auszugleichen, eignen sich Vorbeugen und Umkehrhaltungen. Mögliche Vorbeugen sind Winkelhaltung „Baddhakonasana“, die Kopf-zu-einem-Knie-Haltung „Janusirsasana“ oder die sitzende Vorbeuge über die gestreckten Beine „Paschimottanasana“. Bei den Umkehrhaltung übt man „Viparita Karani“ oder den ganzen Schulterstand „Sarvangasana“. Allerdings nur, wenn der Nacken in Ordnung ist. Als Abfolgen geht ein leicht fließendes Vinyasas und dabei bleibt man in jeder Haltung für mehrere Atemzüge.

Pranayama für heiße Tage: Shitkari

Shitkari beudetet „Ursache der Abkühlung“. Er hilft uns an heißen Tagen über den Atem abzukühlen, Durst zu stillen und regt die Verdauung an:
Kommen Sie in einen aufrechten Sitz, schließen Sie die Augen und atmen ganz sanft ein paar Mal ein und aus.
Lassen Sie den Kopf mit der Ausatmung zur Brust sinken, öffnen leicht den Mund, legen die Zungespitze hinter die Schneidezähne und atmen Sie währende der Kopf gehoben wird langsam wieder ein.
Dabei entsteht ein schlürfendes Geräusch, die Luft streicht w
ährend der  Kopf angehoben wird an der Zungenoberfläche vorbei.
Mit der Ausatmung durch die Nase senken Sie den Kopf wieder.
Fahren Sie damit für einige Male fort, danach eine Weile in Stille sitzen und in sich hineinspüren.

Tipps für heiße Tage

Tipps aus dem Ayurveda: Zum Zubereiten der Speisen verwendet man Milch, Ghee, Buttermilch. Mögliche Gemüsesorten sind Gurken und Melonen, bittere Gemüse wie Spinat, Chicorée, Spargel, Brokkoli und Artischocken. Beim Obst bieten sich süße Sorten an: Äpfel, Birnen, Melonen und Pflaumen. Und zum Würzen der Speisen eignen sich Kräuter wie Kardamon, Koriander, Kurkuma und Fenchel. Sie erhitzen den Körper nicht unnötig und regen die Verdauung an. Zu scharf gewürztes oder gegrilltes Essen treibt das Verdauungsfeuer (Agni) in die Höhe und bringt den Körper nur noch mehr durcheinander. Kühlend bei zu scharfen Speisen wirkt beispielsweise ein Gurken-Raita, Lassi und wer es zum Nachtisch süß mag auch Laddus.

Trinken, trinken, trinken!

Auch Wasser wirkt auf natürliche Weise kühlend. Es wird jedoch weder kalt noch heiß getrunken, dadurch würde sich der Körper unnötig erhitzen. Am besten eignet es sich in Zimmertemperatur. Achten Sie auf leichte Speisen und trinken Sie bei Hitze immer ausreichend! Erfrischend und lecker ist ein Lassi: Man mixt drei Minuten lang einen Teil Joghurt, vier Teile Wasser mit einer Prise Cumin oder einfach das Lassi leicht süßen und einen Tropfen Rosenwasser dazu geben. Angenehm kühlend wirken Buttermilch, Kokoswasser oder lauwarmer Pfefferminztee.

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