Verantwortung als Tugend

Tugend hört sich altbacken an? Ich denke, es ist Zeit für ein Revival. Wir sollten die Verantwortung als Tugend begreifen und stolz und authentisch leben: Es ist eine Reise in die Selbstermächtigung.

Sei tugendhaft!

Der innere Beobachter rebelliert, aber keiner bekommt es mit. Über Achtsamkeit, Meditation oder einfach einer wachen inneren Ruhe können wir den inneren Beobachter aktivieren. Er hilft uns dabei, Klarheit zu entwickeln, Abstand zu gewinnen und in unsere Kraft zu kommen (Selbstermächtigung). Als weitere Hilfe haben wir Reflexion und Selbststudium: Darüber können wir das Potenzial erkennen und unsere Ziele ausmachen: Was sind meine Werte? Ist mir bewusst, dass ich mein Leben in der Hand haben und es jederzeit ändern kann? Bin ich mir der Macht meiner Gedanken bewusst? Wenn man das alles geklärt hat, hört man auf, anderen (den Eltern) die Schuld zu geben. Handelt man selbstverantwortlich kommt man endlich in seine ureigene Kraft. Wer das gespürt hat, will mehr davon. Die Macht ist mit mir!

May the force be with you

Wenn man die Wahl hat, möchte man doch lieber kraftvoll durchs Leben gehen, oder? Viele haben Angst vor ihrer eigenen Größe und Kraft. Nein, wir reden hier nicht von einem „dicken Ego„! Dabei ist es wichtig, dass Ängste überwunden werden. Nicht nur, weil der Leidensdruck einen dazu drängt. Sondern weil man sich nicht nur selbst heilt, alle anderen in der Umgebung auch. Verantwortung zu übernehmen, heißt auch die schlechten Gefühle anzuschauen. Haben wir die Verletzung dahinter erkannt, kann sie heilen und wird zur integrierten Erfahrung. Denn Ängste waren (und sind vielleicht immer noch) ein Schutz vor zu großem Schmerz. Sie müssen erkannt werden, damit es zu Heilung und Entwicklung kommen kann. Das ist leichter gesagt als getan. Getan werden muss es dennoch.

Verantwortung als Tugend

„Besuche einmal im Jahr einen Ort,
den du noch nicht kennst.“ Dalai Lama

Raus aus der Komfortzone: Dazu müssen wir mit unserem automatisierten Verhalten aufhören. Wenn wir immer das Gleiche tun, wird sich nie etwas ändern. Das Leben ist ein Abenteuer: Nehmen Sie sich jedes Jahr oder jeden Monat etwas vor, dass Sie noch nie getan haben. Lassen sie das Leben Ihr Reiseführer sein! Ob das eine Reise an einen unbekannten Ort ist, ein Fallschirmsprung oder ein Kurs in Origami an der Volkshochschule. Oder laden Sie doch einfach den nervigsten Nachbarn/Kollegen/Chef auf einen Kaffee ein. Oder machen Sie den Löwen an der Bushaltestelle. Na gut, das hat etwas von einer Challenge. Es sollte aber unbedingt eine Herausforderung für Sie darstellen. (Und darf auch Spaß machen!)

Sei Vorbild!

„Don´t Panic“ Douglas Adams
(„Per Anhalter durch die Galaxis“)

Deshalb muss man keine Panik schieben. Wenn man sein Bestes gibt, so wie man es für sein Lieblingskind/Partner/Hund tun würde, hat man schon gewonnen. Und zwar an Tugend! Als Vorbild hilft man anderen zu einem Leben in ihrer Kraft. Gerade Helikopter Eltern, die alles von ihren Kinder fern halten möchten, tun ihnen keinen Gefallen. Im Gegenteil. Ich muss selbst lernen, für mich gerade zu stehen. Das hört auch nie auf. Man kann zwar ein Leben lang anderen oder den Umständen oder dem Staat die Schuld geben. Ein kraftvolles Leben wird man dann aber nicht erfahren. Als Opfer ist man nun mal machtlos, ohnmächtig und ausgeliefert. Manche Menschen berichten ständig von ihrer Kraftlosigkeit. Man hilft ihnen aber nicht, wenn man ihnen alles abnimmt. Es gibt viele Schicksalsschläge, aber diejenigen, die nicht mutlos sind, werden dadurch nicht zu Opfern. Das sind authentische und gleichmütige Menschen, sie ruhen in sich selbst und leben in der Gegenwart. Solche Menschen sind tugendhafte Vorbilder: Der Dalai Lama, Eckhart Tolle oder die krebskranke Frau, die seit über zwanzig Jahren einen Krebs nach dem anderen überstanden hat: Sie ist humorvoll, ja fast fröhlich, denn die Ärzte gaben ihr damals noch ein Jahr zu leben!

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