Unbekanntes wagen, Erweiterung erfahren

Positiv Denken hat inzwischen einen schalen Beigeschmack von Selbstoptimierung. Ein gesundes Selbstbewusstsein muss man aber kultivieren und stärkt von innen heraus. Dazu muss man neugierig und offen sein, also: Trau dich!

Unbekanntes wagen, Erweiterung erfahren

In einem Interview auf LinkedIn fand ich ein paar sehr interessante Anregungen von der indischen Schauspielerin Priyanka Chopra: „Hören Sie auf Ihre innere Stimme, glauben Sie daran, etwas Besonderes zu sein, und zögern Sie nicht, Unbekanntes zu wagen.“ Darüber möchte ich heute nachdenken. Letztlich geht es wieder um Intuition; sich Raum und Zeit für sich selbst zu nehmen, um die innere Stimme überhaupt wahrnehmen zu können. Befinden wir uns in unserem tägliche Trott, wird es kaum möglich sein, genügend Distanz zu schaffen. Für den klaren Blick auf sich selbst benötigt man regelmäßige Auszeiten.

Was sind Ihre Ziele?

Stellen Sie sich immer wieder diese eine Frage: „Was will ich wirklich?“ Denn nur, wenn Sie etwas finden, das Ihnen wichtig ist, können Sie dazu eine Bezug aufbauen und haben die nötige Energie, Ihren Plan umzusetzen. Es gibt dazu viele Bücher und Tipps, wie man erfolgreich sein kann. Ich denke, es ist wichtig, sich über seine eigenen Ziele und Wünsche klar zu werden, um nicht unnötige Kräfte zu vergeuden. Sind es Ideen, die Sie selbst wollen oder nur weil es alles so machen? Für wen ist die Zielerreichung von großer Bedeutung? Für die Eltern oder den Chef? Meist erfüllen wir anderen ihre Träume, weil wir uns vorher nicht genügend Zeit genommen haben, darüber gründlich nachzudenken.

Hindernisse überwinden, Träume nicht verlieren

Nach meinen doppelten Bandscheibenvorfällen habe ich mir die Idee, Yogalehrerin zu werden, erst mal wieder abgeschminkt. Das war ein großer Wunsch und nun schien er unmöglich geworden zu sein. Trotzdem habe ich weiterhin vorsichtige Rücken-Übungen gemacht. In einer Yogastunde war ich dann nach langer Zeit das erste Mal wieder schmerzfrei. Ich habe geweint vor Glück. Und wenig später habe ich den eigentlich richtigen Ansatz für meine Yogalehrer-Ausbildung gefunden: Heilung durch Yoga ist möglich. Ich musste erst diese für mich unbekannte  Seite des Yoga erfahren. Hätte ich den  Ist-Zustand nicht ständig Infrage gestellt und andere Wege gesucht, hätte ich meinen Traum geopfert. Nur weil etwas aussichtslos erscheint, muss man ja nicht aufgeben! Im Gegenteil man benätigt Disziplin, Ausdauer und, wenn man alles getan hat, muss man loslassen können.

Stagnation bedeutet Tod

Das ist vielleicht etwas drastisch formuliert, aber es ist wahr: Bleibt alles wie es ist, versiegt die Energie. Erweiterung erfährt man, indem man etwas wagt. Tatsächlich ist die einzige Hürde Sie selbst. Wenn Sie sich klar sind, was Sie wirklich, wirklich wollen, können Sie anderen Widrigkeiten locker trotzen. Das gelingt mir hervorragend über Yoga, möglich sind auch alle anderen Formen der Selbstermächtigung. Frau Chopra gibt dazu ein paar weiteren Anregungen:
„An einem bestimmten Punkt in Ihrer Karriere (Sie merken genau, wann dieser Punkt erreicht ist) müssen Sie den Sprung ins Unbekannte wagen. Sie müssen es versuchen, um erfolgreich zu sein. Vielleicht nicht nur einmal …
Hören Sie auf Ihre innere Stimme.
Bleiben Sie Sie selbst.
Glauben Sie daran, etwas Besonderes zu sein.
Seien Sie ehrlich mit sich selbst, was Sie erreichen wollen. Scheuen Sie sich nicht, Träume zu haben.
Wenn Sie etwas Neues ausprobieren, dann seien Sie offen dafür. Nur so können Sie begreifen und akzeptieren, dass Sie nicht alles wissen und dass andere auch nicht alles über Sie wissen. Das ist ein Lernprozess und Sie müssen bereit sein, jederzeit dazuzulernen.
Geben Sie immer etwas zurück … wie auch immer es Ihnen möglich ist.“

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