Studien zur Wirksamkeit von Yoga

Yoga ist mehr als Gymnastik, das belegen Studien aus aller Welt zu den unterschiedlichsten Beschwerdebildern.

Studien zur Wirksamkeit von Yoga

Bei all den Studien muss man bedenken, dass Yoga vorher, als Prävention, bei Gesunden sehr wertvoll ist und Schlimmeres verhindern kann. Ist es aber zu einer Erkrankung gekommen, zeigt Yoga bei körperlichen und psychischen Erkrankungen flankierend sehr gute Wirkungen. Unter „Wirksamkeit von körperorientiertem Yoga bei psychischen Störungen“ wurde vor einem Jahr im Deutschen Ärzteblatt von einem vielversprechendem Einsatz von Yoga bei diversen psychischen Krankheitsbildern berichtet.

Überblick über Studien im Deutschen Ärzteblatt

In den meist amerikanischen Studien geht es häufig um Yoga im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen, Gelenkerkrankungen, Schlafstörungen, Rauchentwöhnung oder auch Krebs. In der Ausgabe vom 25. März 2016 ging es im Deutschen Ärzteblatt diesmal um die Wirksamkeit von Yoga bei psychischen Störungen (außer bei schizophrenen Patienten): In 25 Studien mit 1.339 Patienten wurde die Wirksamkeit von körperorientiertem Yoga untersucht. Demzufolge bieten Asanas und Pranayama einen vielversprechenden komplementären Therapieansatz, der jedoch in weiteren qualifizierten Studien erst nachgewiesen werden muss. Yogapraktizierende wissen um die Wirkung, benötigen sicherlich keine weiteren Belege.

Wirkung von Yoga belegt

Yoga hat im Gegensatz zur pharmakologischen Behandlung weniger Risiken und Nebenwirkungen und ist kostengünstiger. Eine gute Voraussetzung für einen weiten Einsatz von Yoga in allen Schichten und bei verschiedenen Krankheitsbildern, die mit den Anforderungen des alltäglichen Lebens einhergehen. Das allerdings kann nur gelingen, wenn der Patient/Proband/Schüler eine regelmäßige Yogapraxis aufrecht erhält. Für alle Menschen wäre das zumindest eine wunderbare Vorsorge! Yoga trägt mit einer Verringerung von Cortisol, einer Erhöhung von Serotonin und Melatonin zu besserem Wohlbefinden bei, er schafft durch Selbstbewusstsein und Selbstermächtigung ein höheres Maß an Zufriedenheit und eine verbesserte Selbstkontrolle.

Yoga bei Depressionen

Ein Bericht in der Daily Mail im März beschrieb den wertvollen Beitrag von Yoga bei Depressionen: „Frühere Studien haben gezeigt, dass Yoga die Produktion von Serotonin – einem Stimmungsstabilisator im Gehirn – steigert und seine Betonung auf Atmung, Konzentration und sanfte Bewegung hilft, die Symptome zu reduzieren.“ Depression ist die am häufigsten vorkommende psychische Störung in der westlichen Welt, etwa zehnmal mehr Menschen werden heute mit Depressionen diagnostiziert als vor 70 Jahren. Um weniger Antidepressiva zu verschreiben, schlagen inzwischen immer mehr Ärzte ihren Patienten Yoga vor! Eine Studie, die an der Harvard und der Columbia University durchgeführt wurde, lief mit 30 depressiven Patienten über zwölf Wochen. In dieser Zeit wurden Yoga und Atemübungen zwei- bzw. dreimal die Woche durchgeführt: Das Hauptaugenmerk lag auf der Konzentration auf nur fünf Atemzüge pro Minute. Obwohl die Symptome in beiden Gruppen deutlich abnahmen, waren drei Yoga-Klassen pro Woche wirkungsvoller, die Probanden waren deutlich weniger depressiv. Als hätten wir es geahnt!

Weitere Studien

2013 wurde eine Studie zum Thema „Die Wirkung von Yoga auf die Psyche“ an der Duke University in North Carolina herausgebracht. Fazit: „Es sei durch zahlreiche Studien nachgewiesen, dass Yoga mehr als 200 Vorgänge im Gehirn und im Körper beeinflusse. Es gebe praktisch kein Gewebe und kein System im Körper, das nicht von Yoga profitiere.“ In einer weiteren Studie 2014 wurde „Yoga schützt DNA vor Alterung durch Stress“ erforscht. Fazit: „Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass sich Meditation und Yoga positiv auf den Alterungsprozess unseres Körpers auswirken und positive Effekte auf die Gesundheit unserer Zellen haben können.“ 2005 wurde untersucht wie „Stress- und Angstreduktion bei Burnout durch ein drei monatiges Yogaprogramm“ beeinflusst werden kann. Fazit: „Yoga hilft bei emotionaler Überlastung und Burnout Stress zu reduzieren und Angst aufzulösen.“ Weitere Studien auf der Seite „PubMed“ findet man unter dem Stichwort: Yoga.

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