OM für Yogalehrende: Alleinstellungsmerkmal

Jeder Yogalehrer ist, so wie alle Menschen, einzigartig und wird seine speziellen Kunden, Schüler oder Teilnehmer finden. Um herauszufinden, was das Alleinstellungsmerkmal ist, musst man sich selbst auf die Schliche kommen. Wie stelle ich das an?

Wer bin ich?

Yoga macht Spaß und ich möchte tiefer verstehen lernen, wie das funktioniert. Ich mache eine Ausbildung, gibt ja genug. Und dann könnte ich anfangen zu unterrichten, aber wer bin ich und wofür stehe ich? Wie soll ich das anbieten, wenn ich denn hoffentlich weiß, was es ist? Das kann für Verwirrung sorgen. Deshalb ist es wichtig für sich das Warum zu klären. Sich selbst einzuschätzen, scheint jedoch gerade am Anfang sehr schwer zu sein. Für das Online Marketing sollte man sein(e) Alleinstellungsmerkmal(e) kennen:

  1. Warum möchte ich unterrichten?
  2. Was sind meine Stärken?
  3. Wen möchte ich unterrichten?

Das Warum klären

Die eigene Motivation muss klar sein, um sich zu positionieren und eine Richtung einzuschlagen. Vielleicht ist es zu Beginn ein idealistischer Grund und wird aus wirtschaftlichen Erwägungen später zusätzlich ein finanzieller. Von Luft und Liebe kann man wirklich nicht sehr lange leben. Deshalb hilft es, wenn man nicht nur ans Geld denkt, sondern vor allem kundenorientiert. Warum möchte ich mein Wissen anderen anbieten? Was sollen sie davon mitnehmen? Hat man eine Vision und kann sie klar benennen, wirkt genau das auf die potentiellen Kunden anziehend und für erfolgreiches Marketing. Es sollte ein echtes Anliegen sein, klar umrissen und nicht diffus „die Welt zu retten“. Um authentisch zu sein, sollte man seine Vision letztlich auch leben.

Was sind meine Stärken, was die Schwächen?

Wie ist mein Charakter, was habe ich im Leben erfahren und über welche Qualifikationen und Skills verfüge ich? Um meine Wirkung auf andere herauszufinden, habe ich die Teilnehmenden in meinen Kursen befragt. Was die Kursteilnehmer an mir schätzen, findet sich unter meinen Referenzen. Was kann ich bieten und gut vermitteln? Dazu erstellt man selbst schon mal eine Liste oder Mindmap und befragt Freunde und Bekannte. Andere Lehrer können am Unterrichte teilnehmen und ich erbitte dann ein Feedback von ihnen. Herauskristallisiert haben sich als Eigenschaften: Eine gute Stimme, ein gutes Gespür für die Bedürfnisse der Teilnehmenden und mein Wissen, das ihnen Anregungen und Vertiefung bieten kann. Schwächen und blinde Flecken gibt es natürlich auch. Wer sie kennt, hat schon einen Vorteil: Er kann sie in Stärken verwandeln – ein weiteres Alleinstellungsmerkmal!

Wer ist mein Wunschkunden?

Erst wenn ich weiß, wer ich bin und es zeige, können das auch andere Leute erkennen. Dann sollte es leichter fallen, den Wunschkunden zu definieren. Wo finde ich meine Zielgruppe? Volkshochschulen, Fitness- oder Tanzstudios, Bildungsstätten, Schulen oder Kitas? Sind die sie weiblich, männlich, Kinder, Senioren oder Erwachsen, welchen familiären und finanziellen Status haben sie, welche Vorlieben, Hobbys und Berufe üben dei Wunschkunden aus: Man erstellt eine Persona. Als Personas, von lateinisch „Maske“, stellt man sich potentielle Kunden vor. Man arbeitet deutliche Merkmale heraus, um ihre Perspektive zu vestehen. Man versieht jede Persoan mit einem Namen, einem Bild, einer Funktion, ihrem beruflichen und privaten Werdegang, ihren Wünschen Zielen und Verhaltensweisen. Zur Strategie-Überprüfung stellt man ein Angebot zusammen und findet heraus, wer es tatsächlich annimmt. Ist es der Wunschkunde oder kommen ganz anderen Menschen? Natürlich benötigt man ein Konzept, allerdings wird es nie wirklich „fertig“ sein, sondern regelmäßig überprüft und an den Ist-Zustand immer wieder angepasst. Die Frage wird am Ende sein: „Womit diene ich meinen Teilnehmern am besten?“

OM für Yogalehrende: Alleinstellungsmerkmal

Das Alleinstellungsmerkmal ist unsere Marktnische, der USP (Unique Selling Proposition/Point): Er macht uns unverwechselbar wie Schneeflocken! Dadurch hebt sich mein Angebot erst von den Mitbewerbern ab und ich muss andere Yogalehrer nie als Konkurrenz sehen: Wer zu mir kommt, mag die Art wie ich anleite. Auch das ändert sich bei mir und den Schülern, denn das Leben ist auch hierbei dem Wechsel unterworfen. Und das ist gut so! Wir entwickeln uns alle weiter. Das Alleinstellungsmerkmal gehört deshalb zu den Basics des Marketing. Dazu gehört der

  • USP,
  • die Zielgruppe,
  • der Preis,
  • die Zeit und
  • die Qualität des Angebotes.

Welchen Vorteil hat ein Schüler, wenn er meinen Kurs besucht? Was bekommt er woanders nicht? Klarheit, Fokus, Informationen, Ausrichtung? Spaß, Wellness, Erholung? Herausforderung, Perspektiven oder sogar Visionen eines besseren Selbst? Wichtig ist dabei, nicht alles anzubieten, was gerade hip ist. Ich würde auch nicht zu jemandem gehen, der alles anbietet. Denn ich würde vermuten, er oder sie könne dann nichts richtig. Man muss sich mutig zu (s)einer Sache, für die man steht, bekennen! Und genau sowenig müssen wir jeden Kunden annehmen und glücklich machen!

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