Nebenwirkungen von Yoga

Welche Wirkungen Yoga haben soll, wird oft beschrieben. Davon sind einige hartnäckige Mythen. Dass er auch Nebenwirkungen haben kann, wird meist unter den Teppich gekehrt.

Nebenwirkungen von Yoga

Alles hat eine Wechselwirkung und es gibt immer zwei Seiten zu allen Aussagen. Stellt sich beispielsweise durch die Übungspraxis (Sadhana) eine größere Beweglichkeit des Körper ein, kann sich auch die Verletzungsgefahr erhöhen.  Die Lebensphilosophie des Yoga soll die Menschen lehren, sich selbst besser kennenzulernen, was ihnen gut tut und was nicht. Die Idee ist, dass der Körper belastbarer und anpassungsfähiger und die Atemqualität verbessert wird. Der Atem hilft als Übergang zu den mentalen Übungen und Prozessen. Dabei ist eine gewaltfreie und hinterfragende Praxis von entscheidender Bedeutung. Das ermöglicht wiederum im Alltag einen anderen Umgang mit Herausforderungen, führt zu mehr Achtsamkeit. Ein Fallstrick ist dabei die unentwegte Nabelschau: Man verbessert sich selbst, hilft dabei aber nicht anderen: „Mitgefühl ohne Weisheit ist blind, Mitgefühl ohne Taten ist heuchlerisch“, nennt es Matthieu Ricard in einem Interview in der Zeit.

Yoga löst Blockaden

Yoga ist ein Weg und gleichzeitig der Zustand der Enheit. Ein Yogalehrender kann als Reiseführer auf diesem Weg dienen und zeigt mögliche Aussichtspunkte und Fallstricke auf. Durch Yoga können körperlichen Blockaden gelöst werden und die Energie kann freier fließen, das Ergebnis ist geistige Klarheit und Ausgeglichenheit. Das stimmt zwar, wenn der Körper rein (Sauca) ist. Ist das aber nicht der Fall können Kopfschmerzen bis Migräne, Verwirrung bis Angstzustände auftreten, etc. Deshalb ist es so wichtig, einen gut ausgebildeten Yogalehrenden an der Seite zu haben.

Yoga Erhöht die Konzentrationsfähigkeit

Die angestrebte Glückseligkeit kann den Blick für das Hier und Jetzt verstellen. Deshalb ist die Schulung der Konzentration wie der Geist zur Ruhe kommen kann. Ist das erreicht, kann man überhaupt erst im Moment sein. DAS ist die Glückseligkeit. Viele erwarten jedoch etwas Spektakuläres. Das führt nur zu neuer Frustration! Dabei ist es so einfach, wenn man sich auf den tiefen Atem konzentriert und still wird.

Spirituelles Erwachen

Was versteht der Normalbürger darunter? Das klingt leider etwas mystisch: Spirituelles Erwachen sei Befreiung vom Leiden. Wenn mein Rücken nicht mehr schmerzt, bin ich dann schon erleuchtet? Es ist ein ganz praktischer Weg nach innen: Über Pratyahara, den Rückzug der Sinne, lernt man seine persönlichen Grenzen zu erkennen und sie respektvoll zu verändern. Über Svadhyaya geht man in die Innenschau und lernt sich selbst besser kennen. Das „große Erwachen“ liegt dann in der Meditation. Jedoch hat man über diesen ganzen Weg Hingabe gelernt, verantwortlich und überlegt zu handeln, sich selbst zu lieben wie seinen Nächsten und erlangt dadurch Selbstermächtigung und Klarheit. So einfach!

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