Was ist Hingabe im Yoga?

Yoga sollte man mit Hingabe an etwas Höheres praktizieren. Sonst kocht man immer in seinem eigenen Saft. Manche üben mit Hingabe an Gott: In diesem Fall kann man ihn als als Technik verstehen, um sich in Hingabe zu üben.

Was ist Hingabe im Yoga?

Mit Hingabe üben, bedeutet sich nicht anzustrengen, sondern in Fluss oder Flow zu kommen mit sich selbst. Wer stattdessen immer mit dem Willen dabei ist und danach strebt, tiefer in eine  Haltung zu gelangen, wird sich eher verletzen. Es ist niemals der Triumph des Geistes über den Körper (obwohl es auch solche asketischen Strömungen gibt, die den Geist über Körperhaltungen brechen möchten). Es ist die Fähigkeit sich hineinzugeben in etwas oder an etwas Höheres. Es sollte etwas Größeres sein als man selbst, größer als mit dem Verstand erfassbar.

Bhakti Yoga

Nun gibt es sogar eine Yogarichtung, die sich ausschließlich mit der Hingabe an Gott beschäftigt: Bhakti Yoga. Sie kennen sicherlich die orangefarben gekleideten Krishna-Jünger, sie üben sich in Bhakti Yoga. Man versteht dabei alle Handlungen als Hingabe an Gott, als Gottesverehrung. Das ist doch eigentlich ganz toll, man muss nicht in eine Kirche gehen, sondern indem man aufrichtig, verantwortungsvoll mit reinem Herzen handelt, gelangt man zu Gott. Das Leben ist dann insgesamt entspannter, weil es ja etwas Höherem dient! Ein Leben zur Verehrung des Lebens an sich ist etwas Wertvolles – ich bin wertvoll. Bhakti Yoga ist also ein weiterer achtsamer Weg zur Selbsterkenntnis und Selbstermächtigung.

Hingabe kann man auch anders verstehen

Wenn man nun nicht an einen alten Mann auf einer Wolke, Mutter Maria, Jesus oder Allah glauben kann, kann man es mit den anschaulichen Attributen der bunten hinduistischen Götterwelt versuchen. Sie sind dabei menschlich, haben nicht nur gute Eigenschaften: Die menschlich-übermenschliche Superhelden, wie beispielsweise Shiva und Vishnu und ihre weiblichen Pendants  Kali und Saraswati. Wer das auch nicht möchte, kann sich einfach in die Natur begeben, um dort die Schöpfung zu bewundern: Auch wenn man sie nicht als göttlich empfindet, erlangt man doch das Gefühl zu einer weiten Natur oder sogar zum großen Universum zu gehören. Das kann auch sehr erheben sein und kommt der Hingabe schon sehr nahe. Man kann sich genauso gut für seine Nachbarn oder den Umweltschutz einsetzen, Hingabe ist auch die Fähigkeit beim Sex loszulassen, um ganz im Hier und Jetzt anzukommen. Man muss nur herausfinden, was für einen selbst Sinn hat, und praktiziert in genau diesem Sinne Yoga.

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