Das Herz eines Yogi: Hrdaya

Hrdaya bedeutet Herz, Seele, Innerstes. Yogisch betrachtet ist alles am selben Ort zu finden: Die Seele und das Selbst sitzen im Herzen.

Das Herz eines Yogi: Hrdaya

Wenn man auf sich selbst zeigt, deutet man nicht auf den Kopf, sondern auf die Brustmitte. Das bin ich, denn dort sitzt das Herz, aber auch das innerste Selbst. Auf Sanskrit ist Hrid das Herz, die Mitte, aber auch der Kern einer Sache, das Geheimste. Hrdaya meint „das zum Herz Dazugehörige“: Das spirituelle Herz, den Sitz Gottes und der unsterblichen Seele. Um diesem spirituellen Aspekt seiner selbst zu begegnen, gibt es ein schönes Buch von Anna Trökes „Yoga der Verbundenheit – Die Kraft des Herzens wahrnehmen und entfalten“. Dabei taucht man über die Übungen im Buch tief in die Yoga-Philosophie ein: Über Hrdaya Dharma findet man seine Herzensangelegenheit und über Hrdaya Karma übt man von ganzem Herzen.

Tiefe des Herzens erfahren

Durch die Konzentration auf das Herz kann erst die Natur des Geistes erkannt werden. Der Weg des Yoga, den Geist zu beruhigen, führt also immer über das Herz, über das Fühlen und darüber, ein Gespür für sich und andere zu entwickeln. Man muss verbunden sein, um sich selbst besser kennenzulernen, und kann leichter annehmen, was ist. Das führt zu Gelassenheit und zum inneren Beobachter. Das Ziel ist eine Verbundenheit mit der ganzen Welt zu entfalten: Statt egozentrisch wird das Bewusstsein kosmozentrisch. Mit einem guten Bewusstsein seiner selbst erlangt man größere Freiheit und Selbstermächtigung.

Ashtanga Hrdaya

Wenn es um Hrdaya geht, darf man die acht Bücher der Ashtanga Hrdaya nicht unerwähnt lassen. Ashtanga Hrdaya bedeutet „das achtfache Herz“, und ist eines der drei wichtigsten Ayurveda-Lehrbücher aus Indien. Es soll etwa um 550–600 n. Chr. auf Sanskrit niedergeschrieben worden sein und bezieht sich auf ältere Texte der Mediziner Charaka und Sushruta, die vermutlich wesentlich älter sind.Es geht in diesen Büchern um die Vorbeugung und Heilung aller bekannten Krankheiten. Auch wurden Operationen beschrieben. Später wurde das Werk ins Arabische übersetzt und erlangte unter Harun al-Rashid eine noch größere Bekanntheit.

Die acht Bücher der Ashtanga Hrdaya

Es um die grundsätzlichen Prinzipien für ein langes, gesundes Leben und den täglichen und jahreszeitlichen Verrichtungen im Einklang mit sich und seiner Umgebung. Darin geht es ebenso um die Doshas, die Verhinderung von Krankheiten, das Wissen von Lebensmitteln und Arzneien, Ausleitungsverfahren und Operationen, Schwangerschaften und Kinderkrankheiten. In weiteren Büchern geht es um verschiedene Krankheiten, Diagnosen und Heilmethoden, die  Zubereitung der Arzneien und Rezepte, aber auch um Verjüngungskuren und die Anwendung von Aphrodisiaka.

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