Gesund durch Yoga: Yogatherapie

Das Buch von Peter Poeckh „Gesund durch Yoga – Praktische Übungen aus der Yogatherapie“ gibt Einsteigern und Fortgeschrittenen eine Idee, wie Yoga sinnvoll ausgeführt werden sollte. Bei bestehenden Beschwerden können diese Übungen ein großartiges Mittel zur Selbstermächtigung sein, als Kranker fühlt man sich seinem Leiden nicht mehr so ausgeliefert.

Yogatherapie

Peter Poeckh definiert Yogatherapie als einen Weg, die Lebensgewohnheiten des Patienten zu erkunden, die dazu geführt haben, dass er aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dabei zielt die ganzheitliche Betrachtung darauf ab, „die Wechselwirkungen von Körper, Atem, Geist, Ernährungsweise und Lebensweise“ einzuschließen. In der Medizin geht es um die Symptombehandlung, beim Yoga um die Ursachenforschung, denn „oft spielen psychische Belastungen wie Stress, Ängste und emotionale Blockaden in die aktuelle Situation hinein“. Da hat Poeckh recht, denn Yoga setzt genau dort an, ermöglicht es durch Ruhe und Entspannung die Selbstreflexion in Gang zu bringen und „Selbstheilung zu erfahren“. Die eigene Yogapraxis sollte nicht an dogmatische Richtlinien gekoppelt werden und er ruft dazu auf das eigenen Yoga zu finden. Das finde ich richtig gut!

Dein eigenes Leben leben
Es ist unmöglich, so wie jemand anders zu werden, wohl aber , immer mehr und vollkommener man selbst zu sein. Deshalb meditieren wir. Lehrer, Bücher rund CDs geben nur Hinweise und zeigen den WEG. Natürlich sollte man offen sein und auch aus anderen Quellen schöpfen, aber letztlich muss jeder sein eigenes Leben leben, Augenblick um Augenblick.
(Jon Kabat-Zinn)

Das Buch „Gesund durch Yoga“

Buch Peter Poeckh Gesund durch Yoga © Vianova

Buch Peter Poeckh Gesund durch Yoga © Vianova

Peter Poeckh beschreibt in „Gesund druch Yoga“ der Einführung, wie er zum Yoga kam und erfahren durfte, wie Yoga ihn geheilt hat. Begeistert übte er weiter Yoga und fühlte sich die meiste Zeit sehr gut damit. Nach einiger Zeit entwickelte sein Praxis sich aber nicht weiter, nebenbei begann er sein Medizinstudium und dabei viel ihm auf, wie dogmatisch und teilweise anatomisch falsch die Yoga-Abfolgen (Vinyasas) in verschiedenen Yoga-Richtungen angeleitet wurden. Auf die Frage, warum das so und nicht anders unterrichtet wurde, bekam er nur ein „das ist eben so“ als Antwort. Klar, dass er anfing zu hinterfragen und sich dafür interessierte, wie man Yoga-Haltungen (Asanas)  an die Tagesform und die körperlichen Befindlichkeiten anpassen könnte. Daraus entstand sein Buch „Gesund durch Yoga – Praktische Übungen aus der Yogatherapie“, dass sehr gut die Schwierigkeiten der Haltungen veranschaulicht.

Krank durch Yoga – und was jetzt?

Das Buch ist eine gute Unterstützung für alle, die sich vertiefend auf leichte Art mit Yogatherapie beschäftigen möchten. Mit Fallbeispielen aus der Praxis und medizinischen Kommentaren ist das Buch sehr lebendig gestaltet. Je mehr man weiß, umso weniger kann einem irgendein Guru etwas erzählen. Gerade im Yoga tummeln sich einige Lehrer mit interessanten Ausbildungen ohne große Anatomie-Kenntnisse. Das kann zwar Spaß machen, aber auch gesundheitlich fragwürdig sein. Bei echten Beschwerden sollte man jedoch zum Arzt gehen und kann Yogatherapie-Stunden (etwas Eigenwerbung muss sein!) als begleitende Maßnahme nehmen.

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