Geduld entwickeln

Leichter gesagt als getan: Geduld entwickeln ist eine Kunst und in unserer Zeit mit allen Möglichkeiten und Anforderungen nicht leicht zu erlangen. Zum Beispiel mit dem Buch „Von Null auf Omm“ von Jonas Leve und Manuel Ronnefeldt, Erfinder der 7Mind-App.

Ungeduld macht unglücklich

Die Medien und agile Arbeitswelten fordern unsere ständige Aufmerksamkeit. Wünsche und Bedürfnisse können übers Internet fast sofort befriedigt werden. Schöne, neue Welt. Wie soll man da seine Frustrationstoleranz schulen und Geduld entwickeln? Die Zukunft geht noch einen Schritt weiter: Mit der Same-Day-Delivery und einer Internetwährung wird es noch leichter, gedankenlos alles und sofort zu kaufen: Martin Sutter in „Die Zeit“ dazu: „Wir haben festgestellt, dass ungeduldige Menschen zum Beispiel schneller ihr Geld ausgeben, sie machen mehr Schulden und können mit höherer Wahrscheinlichkeit ihre Schulden nicht zurückzahlen. Alles nur deshalb, weil sie dem Impuls schlecht widerstehen können, etwas sehr schnell haben zu wollen.“ Konsum ist heute zum Inhalt des Lebens selbst geworden. Weniger ist mehr verstehen die wenigsten Menschen und dass Gier mal eine Todsünde war ebensowenig.

Geduld entwickeln

Geduld ist eine wichtige Tugend, die kultiviert werden muss. Vorfreude ist doch eine schöne Sache. Und genauso abzuwarten, wie sich Dinge von selbst entwickeln. Anstatt mir alles selbst zu kaufen, freue ich mich riesig, wenn mir jemand etwas schenkt. Wünsche sind so banal geworden, weil sie sofort befriedigt werden. Ein Sehnen und Hoffen auf etwas kennt kaum noch jemand. Und untereinander ist Langmut eine Erweiterung der Geduld. Im Straßenverkehr rasten alle immer sofort aus. Wüste Beschimpfungen einerseits, Behinderung von Hilfskräften durch egoistisches Verhalten andererseits.Alles wilder Aktionismus. Für was denn, bitteschön?

Warten können

 „Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.“ (Konfuzius)

Geduld steht ebenso für Ausdauer und Zielstrebigkeit, Disziplin und Fleiß, Selbstbeherrschung und Entschlossenheit. Alles wichtige Eigenschaften, die man auch benötigt, um zu den Früchten des Yoga zu gelangen. Auch und gerade wenn etwas schwieriger wird, sind Geduld, Ausdauer und Disziplin der Schlüssel zum Erfolg. Und erfolgreich möchten wir doch alle sein, oder? Heute muss kein Kind mehr Geduld lernen, da ihnen die Eltern alles sofort zur Verfügung stellen. Meist ohne Bedingungen. Wie sollen künftige Generationen verantwortliches Handeln erlernen? Das fragt sich auch Michael Winterhoff in seinem Buch „Mythos Überforderung“.

Gut Ding will Weile haben

„Patience is a key element of success“ (Bill Gates)

 "Von Null auf Omm" von Leve und Ronnefeldt © mvg


„Von Null auf Omm“ von Leve und Ronnefeldt © mvg

Geduld kann man aber auch noch später im Leben erlernen: Nicht verwunderlich, dass Achtsamkeits-Methoden, Atemtechniken und Yoga hoch im Kurs stehen. Durch Abstand gewinnt man Gelassenheit und gelangt man zu Geduld. Dabei helfen auch Apps wie 7Mind. Die Gründer dieser App Jonas Leve und Manuel Ronnefeldt haben darüber auch ein Buch herausgebracht: „Von Null auf OMM – Achtsamkeitsübungen für weniger Stress und mehr Gelassenheit“. Das Buch enthält nützliche Tipps und Übungen zum Thema Meditation, Achtsamkeit und Stress. Sieben Tage lang führt man ein Dankbarkeitstagebuch und klärt Motivation und Muße, Glauben und Gefühle und hinterfragt seinen eigenen Perfektionsanspruch.

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