Die dunkle Seite der Macht: Der blinde Fleck

Von manchen Schwächen, die wir haben, wissen wir. Schokolade beispielsweise. Die unbewussten Fehler nennt man deshalb auch blinde Flecken. Er liegt auf der dunklen Seite unseres Selbst.

Die dunkle Seite der Macht: Der blinde Fleck

Die Beschäftigung mit den eigenen Schwächen ist sicherlich oft unangenehm. Man kann sie nicht einfach sehen, sie liegen auf unserer Schattenseite oder im toten Winkel. Blinde Flecken können unsere Selbstwahrnehmung verzerren, wir halten uns für toller als wir sind. Deshalb ist es wichtig, sie zu erkennen. Bei anderen Menschen erkennen wir den Splitter im Auge sofort, also kann auch ein guter Freund oder Therapeut dabei helfen, auf die Spur zu unseren unbewussten Verhaltensweisen und Defiziten zu führen.

Der Mensch, dir Krone der Erschöpfungv

Jeder lebt in seiner eigenen Wirklichkeit aus selektiver Wahrnehmung und Selbstgerechtigkeit. Der reine Narzissmus und Egoismus entsteht oft aus einem geringen Selbstwertgefühl und fehlender Werte: Wenn Menschen keine Grenzen aufgezeigt werden und über eine geringe Frustrationstoleranz verfügen, wie können sie da die Stärke aufbringen, sich ihre eigenen Schwächen anzusehen? Wer keine Verantwortung übernimmt, übernimmt sie schon gar nicht für die eigenen Handlungen.

Schwächen werden zu Stärken

Das Erforschen der blinden Flecken geht auch ohne Mithilfe eines anderen. Voraussetzung ist unbedingte Ehrlichkeit. Das Ergebnis wird kein Zuckerschlecken sein. Daraus lassen sich jedoch große Stärken entwickeln, denn es reicht schon die eigenen Defizite zu erkennen. Unsere Stärken sehen wir oft in dem, was wir gut können. Also ist die logische Schlussfolgerung sich zu überlegen, was man gar nicht mag und nicht gut kann. So simpel: Welche Arbeiten mag ich gar nicht oder kann ich nicht gut? Was fällt mir im Umgang mit anderen Menschen schwer? Welche Situationen versuche ich im Alltag, bei der Arbeit oder in Beziehungen zu vermeiden? Was kostet mich große Überwindung? Welche Aufgaben gelingen mir einfach nicht, egal wie sehr ich mich anstrenge?

Erkenntnisse aus Charaktermerkmalen

Was sind meine unguten Charaktermerkmale? Dabei wäre es dann doch hilfreich, sich mit anderen darüber auszutauschen. Dazu zählen Rechthaberei, Reizbarkeit oder Ungeduld. Yoga hilft tatsächlich, den Blick zu weiten. Ungeduld kann zu Gelassenheit werden, man ist weniger reizbar und muss auch nicht mehr alles kommentieren. Wenn man eine Charakterschwäche identifiziert, kann man fragen, wozu sie mal gut war. Oft sind es Gefühle, die unkontrolliert  hochkommen. Je selbstbeherrschter ich damit umgehe, umso freier bin ich von Zwängen: Andere können mich weniger aus der Ruhe bringen oder provozieren. Menschen mit einer negative Resonanz zeigen mir meine blinden Flecke auf.

Was ist zu tun?

Nach dem Erkennen, steht die Akzeptieren meiner Schwächen. Defizite haben wir alle, das brauche ich mir nicht vorzuwerfen. Man kann es auch Macken nennen, aber wenn sie einen einschränken im Umgang mit anderen, sollte man sie wandeln in etwas Positives (Samskaras). Das schafft schließlich gutes Karma.

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