Die ayurvedische Quelle des Wohlbefindens

Heute stelle ich drei Ayurveda-Bücher zum Entgiften und Entschlacken vor: „Reinigen und Entgiften mit Ayurveda“ von Birgit Frohn, „Ayurveda Detox“ und „Energiequelle Ayurveda“ von Balvinder Sidhu.

Wohlbefinden durch Reinigung & Ernährung

Im Ayurveda findet man die Quelle des Wohlbefindens durch ganz klare Lebensstil-Anweisungen. Dazu gehören Bewegung, Ernährung, guter Schlaf und der richtige Umgang mit Menschen und Situationen. Das findet man ja auch in den Yamas und Niyamas im Yoga. Im Ayurveda erfahren richtige Ernährung und Lebensweise eine weitere Dimension: Man reinigt Körper und Geist einmal im Jahr mit einer Panchakarma-Kur, um möglichen Erkrankungen vorzubeugen. Das ganze ayurvedische Konzept ist auf Prävention ausgelegt. Tritt eine Krankheit auf, greift das ayurvedische Medizinsystem. Eine runde Sache für das Wohlbefinden und, da die Quelle in einem selbst liegt, auch für jeden geeignet. Vorausgesetzt man findet den richtigen Arzt. Deshalb ist natürlich nicht jedes ayurvedische Buch per se als Detoxkur für zu Hause geeignet. Schauen wir uns dazu drei Bücher an.

Reinigen und Entgiften mit Ayurveda

"Reinigen und Entgiften mit Ayurveda" von Birgit Frohn © mankau.indd

„Reinigen und Entgiften mit Ayurveda“ von Birgit Frohn © mankau.indd

In „Reinigen und Entgiften mit Ayurveda“ von Birgit Frohn geht es genau darum: Reinigungskuren, die den Menschen wieder ins Gleichgewicht bringen sollen. Manche der Panchakarma-Anwendungen kann man sicherlich nur in einer entsprechenden Klinik durchführen lassen. Ein Anfänger sollte sich jedenfalls unbedingt für eine Darmreinigung oder therapeutisches Erbrechen Rat von einem Arzt holen. Die Autorin stellt die Ayurvedalehre mit einem typischen Selbsttest der Doshas vor. Das scheint ja immer notwendig, damit man die etwas anders gearteten Denkweisen leichter verstehen kann. Wobei ich Selbsttests nicht richtig finde. Diese Einschätzung kann ein Arzt von außen realistischer festhalten als man selbst. Dann kommt sie zum „Jungbrunnen für Körper, Geist und Seele“, also zum Kern der ayurvedischen Medizin: Reinigungstechniken, Massagen und Ölbehandlungen. Sie erklärt, wie Krankheiten aus ayurvedischer Sicht entstehen.

Nach der Reinigung: Ernährung

Im letzten Kapitel geht es um die typgerechte Ernährung: Dabei spielen Qualität, Zubereitung, Menge, Herkunft und Kombination der Lebensmittel eine wichtige Rolle. genauso der eigene Gesamtzustand, der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme und die Jahreszeit müssen beachtet werden. Bei kleineren Verstimmungen wird man im Kapitel über die ayurvedische Küchenapotheke fündig und unter „Gesunde Lebensführung“ finden sich ebenfalls Atem-, Meditations- und Yogaübungen. Vor allem die Anwendungen zu Hause sind leicht durchzuführen, bringen den Menschen wieder ins Gleichgewicht und beugen Krankheiten vor. Wenn man das in den Alltag als tägliche Routine bringen kann, hat man viel (alles) gewonnen. Für eine ganze Panchakarma-Kur braucht man jedoch mindestens zwei bis drei Wochen und eine gute Vor- und Nachbereitungszeit.

Ayurveda Detox

"Ayurveda Detox" von Balvinder Sidhu © mankau

„Ayurveda Detox“ von Balvinder Sidhu © mankau

Zwei Bücher von Balvinder Sidhu sollen entgiften und die Energie wieder aufbauen. In „Ayurveda Detox“ geht es ganz klassisch um Entschlackung (Neudeutsch: Detox): Durch die regelmäßige Entgiftung des Körpers reinigt man Körper, Geist und Seele und bringt die ursprüngliche Energie zurück. Das ist auch bei uns inzwischen so wichtig geworden, um gegen Stress und Erschöpfung, Schlaf- und Verdauungsstörungen etwas auf natürliche Weise zu unternehmen. Balvinder Sidhu benennt die Quelle des Wohlbefindens ebenfalls mit Entgiften, ayurvedischer Darmpflege und täglicher Routine. Im ersten Kapitel erläutert sie was körperliche und seelische Reinigung bedeuten, wie unsere Verdauung funktioniert und die Grundlagen der ayurvedischen Ernährung. Im zweiten Kapitel geht es um das Konzept der Schlacken: Wie Altlasten sich in Körper Geist und Seele sammeln. Abgerundet wird der Exkurs mit einem kurzen Selbsttest: Bin ich verschlackt?

Entschlacken und Wiederaufbau

Im nächsten Kapitel geht es um Entschlackung und Entgiftung als tägliche Routine. Darunter finden sich auch Kuren als Fünf- oder Zehn-Tagesprogramm. Im letzten geht es um den Aufbau der zuvor gereinigten Systeme. Mit Ernährungs- und Bewegungstipps für jedes Doshas wird man nach den Kuren in die Welt „entlassen“. Am Ende werden drei Klienten, die mit ihren Beschwerden im zweiten Kapitel bereits vorgestellt wurden, ein Jahr nach den Kuren beschrieben. Vor der Entschlackung hatten sie Ziel-Tagebücher erstellt. Nach der Kur waren die Beschwerden schon gelindert, einige Monate später sind längerfristige Veränderungen sichtbar. Das funktioniert wie eine Art Selbstcoaching, um am Ball zu bleiben. So eine Entgiftung ist wie eine Reise zu sich selbst. Die Tagebuch-Idee ist interessant und umsetzbar!

Energiequelle Ayurveda

"Energiequelle Ayurveda" von Balvinder Sidhu © mankau

„Energiequelle Ayurveda“ von Balvinder Sidhu © mankau

Diesmal geht es bei Balvinder Sidhu in „Energiequelle Ayurveda“ um das „Indische Heilwissen bei Erschöpfung, Stress und Burnout„. Durch Ayurveda wird man mit einer ganzheitlichen Sicht auf Körper, Geist und Seele beschenkt und erhält auch für diese speziellen Probleme Werkzeuge an die Hand, um das Wohlbefinden zu steigern. Auch in diesem Buch geht es um eine Momentaufnahme: Man betrachtet seine Lebensgewohnheiten und betreibt daraufhin ein zehntägiges Entschlackungsprogramm auf körperlicher und geistiger Ebene, die mentale Stärkung durch Yoga und Meditation und schließt ein typgerechtes Ernährungsprogramm an. Frau Sidhu ist es wichtig, dass das Programm nicht dogmatisch abläuft, sondern der Leser sich nach seinem Energielevel und Wohlbefinden richtet. Dabei ist es grundlegend wichtig, die Ernährungsgewohnheiten neu zu überdenken.

Lebensmittel für mehr Energie

Es gibt wie oben beschrieben einige Anforderungen an Lebensmittel, woher sie stammen und wie, wann und wo sie zubereitet und gegessen werden. Genauso wichtig es jedoch, dass man selbst ein Bewusstsein entwickelt, was einem förderlich ist und was nicht: Welche Art von Nahrung gibt mir Energie, welche nimmt sie mir? Was unterstützt mich in meiner Lebensführung? Welche Menschen und Situationen sind für mich abträglich? Dabei darf man durchaus mal sündigen und über die Stränge schlagen, aber unbedingt mit vollem Bewusstsein. Wer die Muster erkennt, tappt nicht mehr so leicht in die Gewohnheitsfalle. Das Buch hat noch einen Rezeptteil: Er stammt von Ayurveda-Köchin, Ernährungs- und Gesundheitsberaterin Gudrun Glock. Vorschläge gibt es für drei Mahlzeiten pro Tag: Frühstücksbrei, Mittagessen und eine Abendsuppe.

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