Besser atmen

Wenn es um die Lebensqualität geht, kann man sich rund um das Thema Atem informieren. Dazu stelle ich zwei gelungene Bücher vor: „Besser atmen“ von Richard Brennan und „Atmen“ von Jean Hall. Ein weiteres Werk fasst den Blick weiter: „Die Kunst, möglichst lange zu leben“ von Dr. med. Gerd Reuther.

Atem ist Leben

Zum Überleben und auch für ein gutes Leben, sollte man sich mit dem Atem beschäftigen. Wir halten ihn für selbstverständlich. Bei einer Erkältung oder Bronchitis, Asthma oder anderen Lungenerkrankungen stellt man fest, wie das Atmen zu etwas besonderem wird: Der göttliche Hauch in uns, er ist heilig! Ob mit Yoga-Übungen oder wissenschaftlichen Aspekten, wichtig ist es, die Atmung wahrzunehmen und zu pflegen! Atempflege und -lenkung ist Pranayama – weniger reden, mehr denken: Dabei kann sich der Geist beruhigen und das Ziel, Meditation, rückt in greifbare Nähe.

Atme dich frei!

„Es gibt eine Art zu atmen,
die beschämend und beengt ist.
Dann gibt es noch einen andere Art:
einen Atem der Liebe,
der uns bis zur Unendlichkeit führt.“

"Atmen" von Jean Hall © Trias Yogannetteblog.de

„Atmen“ von Jean Hall © Trias

Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Atmen“ von Jean Hall, einer Yogalehrerin aus Großbritannien. Das schön gestaltetes Hardcover ist mit vielen Übungen ein wunderbarer Begleiter im Alltag. Es bietet neben interessanten Zitaten die Themen Haltung und Gleichgewicht, Yoga-Übungen, Atem- und Bewegungsmeditationen an. Das ganze Spektrum für die Handtasche sozusagen.

Mich haben die Zitate allein schon sehr inspiriert (beatmet!), also gleich noch eins:

Wer nach außen schaut, träumt,
wer nach innen blickt, erwacht.“ Carl Jung

Besser atmen

"Besser atmen" von Richard Brennan © riva Yogannetteblog.de

„Besser atmen“ von Richard Brennan © riva

Im Buch „Besser atmen“ von Richard Brennan geht es ebenfalls um die Bedeutung der Atmung, auf auch poetische und pragmatische Art. 30 Übungen für mehr Energie und Stressabbau angeboten. Klar, Stress verursacht Muskelverspannungen und die Zellen werden weniger gut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Jedoch geht es um mehr als biophysikalische Faktoren, denn mit der Atmung beeinflusst man Geist und Gefühle und gelangt zu spirituellem Wohlbefinden. Dazu ist es unabdingbar zu seinem eigenen, natürlichen Atemrhythmus zurückfinden. Der Autor leitet das Zentrum für Alexander Technique in Irland und schöpft sein Wissen aus der Kombination von Yoga und der Alexander-Technik:

  • Die Bedeutung der Atmung
  • Gewohnheiten & Fehlannahmen
  • Atemprobleme
  • Die natürliche Atmung verstehen
  • Verbesserte Atmung
  • Stzimme & Atmung
  • Müheloses Atmen und Haltung für mehr Lebenszufriedenheit

Seine Übungen und praktischen Ratschläge sind wirklich hilfreich und ich werde mich wohl mit der Alexander-Technik beschäftigen müssen. Das liest sich spannend!

Angst macht schwach!

"Die Kunst, möglichst lange zu leben" von Dr. Gerd Reuther © riva Yogannetteblog.de

„Die Kunst, möglichst lange zu leben“ von Dr. Gerd Reuther © riva

Stress verursacht es, die richtige Lebensweise überhaupt zu finden: Die Medien schwuppen jede Woche neue Erkenntnisse raus, welche Nahrungsmittel man essen und welche man meiden soll. Ich finde die Idee schlau, dass ich nur Dinge zu mir nehme, die auch meine Großmutter als Nahrung erkannt hätte. Auf den Punkt bringt es Dr. med. Gerd Reuther in „Die Kunst, möglichst lange zu leben“. Er stellt darin die Ideen Christoph Wilhelm Hufelands vor, die er vor 222 Jahren aufgeschrieben hat: Vermeide

  • schädliche bzw. überflüssige medizinische Massnahmen
  • eine krankheitsdisponierende Lebensweise
  • eine unfallträchtige Lebensweise
  • Umweltgifte

Und ich würde noch dazusetzen: genieße das Leben!

Immer noch beeinträchtigen Zivilisationserkrankungen die Lebensdauer. Seine Berufserfahrung hat ihm auch gezeigt, dass die heutige Medizin das Leben eher genauso verkürzt wie früher! Ein kontroverses Buch also, das die Angst vor der Medizin, die Angst um das richtige Handeln thematisiert. Reuther lässt einen jedoch damit nicht allein, sondern bietet mit Hufelands Leitlinien an, was vorbeugend, für ein langes Leben getan werden kann. Das sind sehr schlaue Gedanken der beiden Mediziner. Sehr lesenswert!

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