Ayurveda und Yoga bei Depression

Ayurveda ist ein ganzheitlicher Heilungsansatz: Es wird nicht die Erkrankung behandelt, sondern der ganze Mensch. Er bringt wieder ins Gleichgewicht, damit der Körper seine Selbstheilungskräfte aktivieren kann, und kann auch bei Depressionen helfen.

Ayurveda gegen Ungleichgewicht

Wenn das Leben ins Ungleichgewicht kommt, wird der Mensch krank. Ob das ein Schnupfen ist oder Schlimmeres, Ayurveda und Yoga helfen beim Ausgleich. Dazu schreibt Dr. Kessler im Sein Ayurveda-Special Nr. 25/2015: „Im Gegensatz zur Schulmedizin, die sich bei der Behandlung meist auf eine spezifische Erkrankung konzentriert, versucht man im Ayurveda den erkrankten Menschen in seiner Gesamtheit zu erfassen, Dysbalancen festzustellen uns auszugleichen.“ Die moderne Forschung bescheinigt Ayurveda, Yoga und Meditation gute Erfolge gerade bei psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen. Der Ayurveda hat dazu eine ganze Sparte geschaffen, die ayurvedische Psychotherapie. Weiter Dr. Kessler: „Vor dem Hintergrund der Bedeutung gesellschaftlicher und sozialer Zusammenhänge für das Auftreten depressiver Störungen in westlichen Gesellschaften (wie zum Beispiel Arbeitsverdichtung, Wertewandel und postmoderner Hyperindividualismus) ist eine integrativ-medizinische Herangehensweise wichtig, die den kulturspezifischen Kontext berücksichtigt und naturheilkundliche Ansätze sinnvoll und möglichst wissenschaftsbasiert in schon vorhandene schulmedizinische Therapieansätze integriert.“

Ayurveda und Yoga bei Depression

Aus ayurvedisch-psychologischer Sicht können Depressionen beispielsweise aus Dosha-Störungen entstehen und durch Stress oder ein bestimmtes Ereignis ausgelöst werden. Das Konzept der Konstitution besteht aus den drei Doshas (Tridosha) Vata, Pitta und Kapha in Verbindung mit den drei Gunas, den geistigen Qualitäten. Ist alles im Gleichgewicht versucht man diesen Zustand zu erhalten, verstärkt sich eine der Qualitäten oder überwiegt ein Dosha, können Krankheiten entstehen. Sie entstehen zuerst auf der mentalen Ebene bevor sie sich im Körper zeigen und Ayurveda bietet eine Palette an Behandlungsmöglichkeiten wie beispielsweise Ernährungstherapie und Ausleitungsverfahren, Massagen und die ayurvedische Pflanzenheilkunde. Gerade bei Depressionen helfen auch im Ayurveda die Körperübungen des Yoga, hier ergänzen und unterstützen sich die beiden Disziplinen gegenseitig.

Intelligente Prävention

Das Besondere an Yoga sind aber nicht die Körperübungen an sich, sondern die Verbindung zu den ethisch-moralischen Prinzipien der Yamas und Niyamas und den Atemübungen. Über eine längere Zeit diszipliniert ausgeführt, gelangt man in eine tiefere Ebene und zur Meditation. Jede Übung (Asana) ist in Verbindung mit dem Atem und der Innenschau bereits meditativ, denn Yoga ist Meditation in Bewegung. Nochmal Dr. Kessler: „Ein gesunder, sinnstiftender Lebensstil, Zufriedenheit mit dem eigenen Leben, heilsame Ernährung und ausreichende tägliche Bewegung“ ist die intelligente Prävention bevor man überhaupt einen Therapeuten hinzuziehen muss.

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