Mit Ayurveda gesund durch den Winter

Wenn alles gerade im Einklang ist, ändert sich mindestens immer das Wetter. Wie kommt man ayurvedisch gut durch den Winter? Die Jahreszeiten und die Tageszeit sollte man bei allen Aktivitäten immer im Blick haben. 

Um welche Bereiche geht es denn beim Ayurveda?

Nimmt man alle Lebenseinflüsse zusammen und hält diese im Gleichgewicht, kann man eigentlich laut Ayurveda nicht erkranken. Auch gelegentliche Schwankungen würde man dann locker weg stecken können. Nur so ideal ist unsere Lebensweise meist nicht. Beschäftigt man sich mit dem Wissen des Lebens, kann man viele Bereiche entdecken, auf die man selten achtet: Nicht nur Essen, Bewegung und Schlaf, sondern auch die richtige Gesellschaft und die richtige Arbeit tragen zum Gleichgewicht oder Ungleichgewicht bei. Dabei sind diese Faktoren auch immer in Bewegung, man erreicht also nie einen Status Quo.

Den Status Quo gibt es nicht

Versucht man also alles im Blick zu haben, übernimmt man sich. Trotzdem ist es hilfreich, alle Bereiche zu kennen. Das gelingt über Yoga durch Körper- und Atem-Übungen und die Meditation. Dabei kann ich mir einen Überblick verschaffen, wie es mir jetzt gerade in diesem Moment geht: Man gönnte sich einfach eine tägliche Bestandsaufnahme oder Inventur des Ist-Zustandes.

Mit Ayurveda gesund durch den Winter

Je nach Dosha-Konstitution mag man die eine Jahreszeit lieber als die andere. Trotzdem beeinflusst die Winterzeit die meisten Menschen besonders. Es ist eine zweigeteilte Vata-Zeit: Erst nimmt Kälte, Wind und Trockenheit zu, zum Ende hin sammelt sich jedoch auch noch die Kapha-Feuchtigkeit an – und das nicht nur draußen, sondern genauso im Körper. Das verursacht typische Erkältungen im Winter: Vata-Erkältungen gehen mit trockenem Husten und Schmerzen im Bewegungsapparat, Kapha-Erkältungen mit vermehrter Schleimbildung einher. Der Winter stabilisiert aber gleichzeitig Agni, das Verdauungsfeuer, und wir haben das Bedürfnis mehr zu essen: Sie dürfen also warme, süße und aufbauende Gerichte wie dicke Suppen oder Eintöpfe mit heimischen Kohlsorten und Desserts durchaus genießen – der Körper kann das jetzt gebrauchen und gut verdauen! Allerdings treten Sie besser kürzer mit kalten oder trockene Speisen, die Vata erhöhen, und mit Milch, Käse und Sahne, die Kapha erhöhen: Es verstopft die Shrotas und trägt zur vermehrten Schleimbildung bei Erkältungen bei.

Gut geölt durch den Winter

Gut gewürzt kann man jedoch Vata reduzieren und das Verdauungsfeuer mit Kreuzkümmel, Lorbeer, Zimt, Nelken, gekochter Knoblauch, etwas Chili und schwarzer Pfeffer stärken. Nehmen Sie heiße Getränke zu sich wie beispielsweise goldene Milch, halten Sie sich trocken und warm und gönnen sich Ruhe. Neben täglichen Yoga-Übungen oder Spaziergängen an der frischen Luft, kann man sich verwöhnen lassen mit regelmäßigen Ölmassagen (Abhyanga). Man kann sich aber auch selbst einölen mit einem wärmenden Öl. Es sollte ein natürliches Öl sein beispielsweise geht auch gutes Sesamöl. Und das beste: Im Winter gilt ebenso im Ayurveda ein Glas Rotwein ist genauso gesundheitsförderlich wie guter Sex!

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