Yoga-Pausen für den Alltag: one, two, free

Das Buch „One, two, free – Kleine Yoga-Pausen für sofort und überall“ von Ulrich Hoffmann ist „Yoga to go“ für den Alltag.

Yoga – die schnelle Entspannung zwischendurch

Klingt wie eine Schokoriegel-Werbung: „One, two, free – Kleine Yoga-Pausen für sofort und überall“ von Ulrich Hoffmann. Je nach Tagesform und Ziel kann man sich davon etwas aussuchen. Vielleicht ist der Titel etwas zu witzig und irreführend, aber auch die Überschriften scheinen mir etwas bemüht gewählt. Im Buch selbst werden Übungen am Schreibtisch oder am Regal vorgestellt, die man im Büro-Alltag sowieso ständig macht. Allerdings können mit der nötigen Aufmerksamkeit daraus Yoga-Übungen werden. Da gibt es Hula-Hoop-Übung am Kopierer, Finger-Yoga an der Tastatur oder Augenübungen am Arbeitsplatz. Das Nebenbei-Yoga soll keinen Extra-Zeitaufwand kosten. Wenn man keine Lust hat, Zeit darauf zu verwenden, ist das dann noch Yoga?

Yoga sofort und überall?

Abgesehen von der reißerischen Anpreisung, findet man im Alltag tatsächlich genügend Bewegungen, die aufmerksam ausgeführt Yoga sind. Jeder sollte wissen, dass das ganze Leben Yoga und nicht nur eine Stunde Körperübungen auf einer Matte ist. Was mich dabei allerdings sehr stört sind Formulierung  wie „schnell“ und „sofort“: „Yoga macht mobile, bei Arbeit, Sport und Spiel.“ Um sich wirklich auf Yoga einzulassen, kann man eben nicht „mal eben“ an der roten Ampel meditieren. Im Verkehr sollte zur eigenen Sicherheit die Aufmerksamkeit nach außen und nicht nach innen gerichtet sein.

Yoga-Pausen für den Alltag: one, two, free

„One, two, free“ von Ulrich Hoffmann © GU

Im Buch selbst sind die Übungen übersichtlich gestaltet, sehr gut angeleitet und lassen auf einen entspannten Humor des Autors schließen. Als Meditations- und Yogalehrer weiß er, was er da anbietet. Das Buch ist in vier Bereiche gegliedert: Entspannung, Klarheit, innere Ruhe und Energie. Es gibt 60 Mini-Yoga-Asanas für morgens im Büro, unterwegs, nachmittags oder abends zu Hause. Ulrich Hoffmann bietet Übungsvarianten an, falls man die Übungen nicht am Schreibtisch, sondern auf einer Matte oder woanders machen möchte. Zwischendurch kann man sich an Zitaten berühmter Autoren laben. Sie sollen sicherlich anregen, über andere Perspektiven nachzudenken.

Yoga-Übungen für die Seele

Und auch zur Yoga-Philosophie gibt es Angebote: Sie werden als Symbol mit einer Lotosblüte ausgezeichnet. Dazu zählen Atem- und Achtsamkeitsübungen, Übungen zu den moralischen Werten der Yogis, aber auch der stumme Schrei vom „Lautlosen Löwen“ und laut oder stumm singen. Ungewöhnlich ist beispielsweise die letzte Übung, in der man angeregt wird, doch einfach mal zur Arbeit zu hopsen: „Der spielerische Umgang mit alltäglichen Situationen schult Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit.“ Ich kommentiere das jetzt einfach mal nicht!

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