Schwimmbad-Yoga

Natürlich gibt es schon Aqua-Yoga. Mit Schwimmbad-Yoga meine ich aber das ganz normale Hallenbad, man verbessert die Atemtechnik für Yoga durch Schwimmen. Man kann sich selbst dabei beobachten und passt das Tempo dem Atem an. Das Schwimmen wird effektiver und der Atem tiefer, denn in der Ruhe liegt die Kraft!

Pranayama beim Schwimmbad-Yoga

Man könnte es auch Sonstwo-Yoga nennen, es muss nicth im Schwimmbad sein. Aber gerade beim Schwimmen geht es um die  Atmung und Pranayama gehört zum Kerngeschäft von Yoga, deshalb nenne ich es Schwimmbad-Yoga. Früher bin ich eher hektisch geschwommen und war schnell erschöpft, es hat mir auch keinen Spaß gemacht. Durch die Pranayama-Übungen beim Yoga habe ich gelernt, meinen Atem zu beobachten, und konnte diese Beobachtungen beim Schwimmen vertiefen. Auf einmal wurden die Züge ausgeglichener und mein Schwimmstil ruhiger! Das Wunder liegt darin, darauf zu vertrauen, dass ich bis zum Ende unter Wasser ausatmen kann und immer noch genug Zeit habe, beim Auftauchen wieder einzuatmen. Oder noch besser mehrere Schwimmstöße mit nur einem Atemzug zu schaffen. Es hört sich ganz banal an, seine Möglichkeiten zu erkunden, denn in der Kindheit war das doch unsere zweite Natur. Aber wie oft machen wir das als Erwachsene?

Yoga an der Bushaltestelle?

Man kann also Yoga überall im Alltag üben und es auf andere Orte übertragen: Beckenbodenübungen an der Bushaltestelle, Fußübungen im Büro, den Löwen auf dem Bahnhofsklo. Das hat den Vorteil, eingefahrene Verhaltensweisen (Samskaras) zu durchbrechen, sich selbst dabei zu beobachten und neue Erfahrungen zu machen. Wenn man schon eine Weile Yoga macht, ist das gar nicht abwegig, denn man übt meist das, was man schon kann. Die eigentliche Übung im Yoga ist es aber, sich den Herausforderungen und Haltungen zu stellen, die man nicht so gut beherrscht, oder sie mal nicht nur auf der Matte zu praktizieren.

Der Löwe auf dem Bahnhofsklo

Beim Löwen geht man in den Fersensitz, legt die Hände auf die Knie und beugt sich Brust raus vor. Dann schaut man mit weit aufgerissenen Augen aufs „dritte Auge“ zwischen den Augenbrauen (also schön schielen!) und streckt mit einem lauten Röhren die Zunge so weit wie möglich heraus. Man macht das besser, wenn man alleine ist, oder mit Eingeweihten, das könnte sonst jemand persönlich nehmen. Und natürlich ist es auch eine Herausforderung, den Löwen auf dem Bahnhofsklo von der Leine zu lassen, denn das fauchende Ausatmen könnte die Mitreisenden erschrecken! Aber es mindert Stress und macht den Geist klar. Bei Nebenwirkungen konsultieren Sie einen Yogi Ihres Vertrauens.

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