Der Psoas im Yoga

Zwei Bücher zum Psoas-Muskel liefern wichtige Erkenntnisse für den Yoga-Unterricht: „Training für den Psoas“ von Pamela Ellgen und „Psoas-Training“ von Jo Ann Staugaard-Jones.

Das Buch „Training für den Psoas“

„Training für den Psoas“ von Pamela Ellgen © riva

Der Psoas gehört zu einer Gruppe von Muskeln, die im unteren Rückenbereich die Lendenwirbelsäule mit dem Becken verbindet. Diese Muskeln sind verantwortlich für unseren aufrechten Gang. Dazu bietet das Buch „Training für den Psoas“ von Pamela Ellgen Übungsanleitungen aus verschiedenen Disziplinen wie beispielsweise Yoga und Pilates, Workouts aus dem Kraftsport und Stretching. Wer schon mal unter Rückenschmerzen zu leiden hatte, weiß, dass man immer alle Muskeln rund um den Psoas trainieren muss. Auch die Entspannung darf nicht zu kurz kommen: Es werden verschieden Massagen mit einer Rolle angeboten.

Verbindung zwischen Oberkörper und Becken

Im ersten Teil des Buches geht es um die Funktion und Lage dieses Muskels im Körper und der Leser kann testen, wie gesund er ist. Im zweiten Teil folgen Flexibilitätsübungen, dynamisch und statisch, Faszien-Rollenmassagen und Haltungen aus Yoga und Pilates. Der dritte Teil beinhaltet wichtige Kräftigungsübungen und der vierte fasst aus allen drei Teilen Übungen zu verschiedenen Programmen zusammen. Das Buch enthält rund 60 leicht verständliche, sehr fundierte Anleitungen. Die beschriebenen Übungen eignen sich gut für die Kräftigung der gesamten Rücken- und Bauchmuskulatur.

Das Buch „Psoas-Training“

„Psoas Training“ von Jo Ann Staugaard-Jones © Copress Sport

Das Buch mit einem ähnlichen Titel „Psoas-Training“ von Jo Ann Staugaard-Jones bringt einen weiteren Ansatz ins Spiel: Emotionen und Spiritualität. Der Lendenmuskel steht in enger Verbindung mit dem Nervensystem. Das passt genau zum Yoga-Unterricht und es finden sich dazu wertvolle Erläuterungen im Buch. Es gliedert sich in drei Teile: Nach den anatomischen Grundlagen, geht es im zweiten Teil um den „Lendenmuskel und Emotionen“. Die Erkenntnis, dass das Bauchgehirn ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wird, wenn man Probleme im unteren Rücken bekommt, ist genial einfach und logisch. Die Verbindung zur Spiritualität im dritten Teil erfolgt gut verständlich über die Zuordnung zu den Chakras.

Der Psoas im Yoga

Das sind nun vielleicht für Yogis keine wirklich überraschend neuen Zusammenhänge, da es im Yoga immer um Energie geht. Stauungen in einem Bereich beeinflussen immer auch andere Körperteile, Freiheit wirkt sich auf den ganzen Körper und den Geist aus. Für Übende mit Vorkenntnissen ist das Buch sehr informativ und einfach zu lesen. Es werden Übungen zu den ersten drei Chakras angeboten, die aber meiner Meinung nach ihre Tiefe erst in der Disziplin und Anleitung einer erfahrenen Yogalehrerin entfalten kann. Sonst wäre es am Ende nur Gymnastik und nicht Yoga.

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