Was ist Ojas?

Ojas ist einfach nur ein anderes Wort für die Lebenskraft, wie die geistige Energie Prana im Yoga. Der Ayurveda erklärt sie aber aus den sieben Gewebetypen heraus. Wie ich finde: Ein spannender Ansatz!

Was ist Ojas?

Es ist die Essenz oder vitale Energie der sieben Gewebe (Dhatus) des Körpers. Eine feinstoffliche Substanz, die das hormonelle Gleichgewicht und die Lebensfunktionen genauso unterstützt wie Intelligenz und Immunsystem. Ojas und Kapha haben eine enge Verbindung und unterstützen sich gegenseitig so lange sie im Gleichgewicht sind. Erhöhtes Ojas kann zu Kapha-Krankheiten wie Ödeme, Diabetes, Taubheit der Extremitäten oder Schwermut führen. Ist wenig Lebensenergie vorhanden, treten eher Vata-Störungen wie lockere Gelenke, wandernde Schmerzen, Schwäche, Angst oder Bewusstseinsverlust auf. Ist alles ausgeglichen, sind genügend Lebens- und Abwehrkraft vorhanden.

Wie komme ich zu mehr Lebenskraft?

Für ein langes gesundes Leben ist Ojas ungemein wichtig. Schon zu Beginn des Lebens ist es deshalb wichtig, es aufzubauen: Muttermilch, Milch und Ghee steigern die Vitalität. Auch im Verlauf des Lebens erhält Ojas die Lebensfunktionen, im Geistigen steigert man es durch Liebe und Mitgefühl, mit freundlicher Gelassenheit und Friedfertigkeit. Durch Disziplin kann man seine Kraft in Lebensenergie umwandeln. Nicht nur die Ernährung erhält die Lebenskraft, auch Bewegung und geistige Reinheit und richtiges Handeln für gutes Karma!

Der Energielosigkeit vorbeugen

Energielos ist nur, wer nicht mit dem zufrieden ist, was ist. Man möchte etwas anderes als man hat. Oft weiß man nicht einmal, was das ist, und denkt sich vielleicht „eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, aber so ist es nicht. Jeder bleibt doch immer er oder sie selbst, egal mit wem oder wohin es einen verschlägt. Es ist also an der Zeit zu akzeptieren, wer man ist: Yoga holt einen da ab, wo man ist. Man ist im Moment und nur in diesem Moment kann man erfahren, was und wer man ist. Das ist der Beginn einer langen Freundschaft, die aber mit Disziplin gepflegt und gehegt werden muss. Sie ist das wahre Glück im Leben und schafft Ojas!

Ojas im Ayurveda

Sie tragen neben Agni und dem Ausgleich der drei Doshas zu einer strahlende Ausstrahlung und innerer Zufriedenheit bei. Im Ayurveda geht man als erstes über die Ernährung, die auf den jeweiligen Konstitutionstyp, aber auch auf das Alter, den Beruf und den Alltag abgestimmt wird. Man soll sich wohlfühlen und Wohlgefühle produzieren wiederum Ojas! Dazu ist es gut kreativ zu sein, sich mit netten Menschen und schönen Dingen zu umgeben, aber auch allein die Ruhe zu genießen. Spaziergänge und Massagen, Yoga und Meditation.

Rasayanas und Panchakarma als Jungbrunnen

Im Ayurveda gibt es darüber hinaus noch Rasayanas: Das sind Gewürze, Heilkräutern und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, die zur Vorbeugung eingenommen werden und Geist und Körper fit und gesund erhalten. Dazu unterzieht man sich am besten auch einmal im Jahr einer Panchakarma-Kur, um den Körper bei der Reinigung zu unterstützen und alten Ballast abzuwerfen. Das alles fördert ebenfalls Ojas.

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