Maya, die Illusion

Ich begrüße Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, in der Manage: Das Leben ist nichts weiter als Illusion, ein schöner Schein, und möchte uns nur fernhalten von der göttlichen inneren Natur unseres Selbst. Nur in unserer menschlichen Inkarnation ist es uns möglich, diese Illusion, yogisch Maya, zu erkennen und aufzulösen. Willkommen auf der Reise zum Selbst! (Bei den einen ist es das wahre, bei den anderen das echte Selbst.)

Maya, die Illusion

Ich stelle mir das Leben wie eine große Spielshow vor: Man muss jedes mal Aufgaben erledigen um von der Zweiheit zurück zur Einheit zu finden. „Spiel ohne Grenzen“ oder „Die Tribute von Panem“, je nach dem, worauf man in diesem Leben steht. Göttin Maya bringt die Shakti-Kraft oder weibliche Energie mit, die die männliche Gottheiten benötigen, um überhaupt schöpferisch sein zu können. Ohne diese weibliche Kraft gäbe es zwar Ideen, aber keine Schöpfung! Göttin Maya webt den Schleier und erschafft damit die materielle Welt. Alles was wir sehen ist also Illusion und liegt über unserer Wahrnehmung, dadurch sehen wir nicht das Göttliche, nicht den Zusammenhang mit allen Dingen. Das Zur-Ruhe-bringen des Geistes durch Yoga und Meditation kann den Schleier lüften, uns wieder verbinden mit dem Göttlichen in uns. Wozu diese Illusion oder Trennung?

Die Göttin Maya macht uns was vor

Maya steht nicht nur für die indische Göttin, eine Inkarnation der Urmutter Durga oder der Glücksgöttin Lakshmi, sie verkörpert auch die kreative Energie (Prakriti), die das Universum erschaffen hat. Dieses Universum kann als Ablenkung verstanden werden, das uns von unserem Selbst entfremdet: Maya ist ein Schleier, damit wir im Zustand der geistigen Verblendung oder Unwissenheit verbleiben. Diese Trübung des Verstandes soll von uns durch Erkenntnis überwunden werden, um wieder zurück zum Zustand der Verbindung mit allem, was ist, zu finden. Wann haben Sie sich das letzte Mal echt verbunden gefühlt? Dazu muss man nicht Yoga üben, man kann auch in die Natur gehen, das Handy abschalten und nichts tun.

Ego oder Maya? Moksha ist die Befreiung

Auf den Alltag bezogen ist das verblendete „Ich“ Maya in Reinkultur. Wir können nicht weiter sehen als das Materielle, das Zähl-, Mess- und Wiegbare. Auch wenn Sie kein Yoga praktizieren, ist Ihnen sicherlich irgendwann aufgefallen, dass es auch andere nicht fassbare Phänomene gibt: Liebe, Vertrauen oder Zufriedenheit. Maya kann nur durch Moksha, die Befreiung, überwunden werden, dann dringt man zu Brahman oder Atman, dem Absoluten, vor. Solange man vermeint, die Welt durch Denken zu erkennen, kann man das Absolute nicht erreichen. es ist eher ein Gefühl oder eine Intuition. Andersherum, wenn man das Denken zum Stillstand bringt, tritt man in den Zustand des Brahman ein. Das Materielle, die Welt, verschwindet; meist fühl man sich angenommen, glücklich und frei.

Deine Meinung ist mir wichtig

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.