Ist Fasten ayurvedisch vertretbar?

Ayurvedisches Fasten hat nicht viel mit abnehmen zu tun. Es geht viel mehr darum, alle Gewebe zu entlasten, eine Ernährungsumstellung und damit einen gesunden Gewebeaufbau vorzunehmen.

Ist Fasten ayurvedisch vertretbar?

Ab Ende Februar ist ayurvedisch gesehen die beste Zeit, um den Körper von den Einflüssen des Winters zu berfreien: Zeit zum Fasten. Doch ist fasten nicht für jeden Konstitutionstyp (Dosha) gleichermaßen geeignet und es gibt Dosha-bedingt unterschiedliche Fastenarten, die auf verschieden Weise den Stoffwechsel auf Vordermann bringen. Erst muss der Körper von Schlacken gereinigt werden, dann kann man mit der Ernährung gezielt die Gesundheit stärken. Eine ayurvedische Fastenkur dauert eine Woche und beihaltet eine Entlastungstag, drei Fastentage udn drei Aufbautage.

Das Verdauungsfeuer stärken

Stärkt man das Verdauungsfeuer (Agni), werden die Schlacken aus dem Körper beseitigt. Man reinigt dabei ebenfalls die Energiekanäle (Shrotas) und hilft Körper und Geist, Verbrauchtes oder auch alte Muster (Samskaras) loszulassen. Man beginnt mit einem Entlastungstag, der den Körper und ene Geist vorbereiten soll: Heißes Ingwerwasser, Bewegung und warme Ölmassagen kurbeln die Verdauung und den Stoffwechsel an. Dazu sollte man viel trinken und nur leicht Verdauliches essen. Danach folgen drei Fastentage ohne große körperliche und geistige Anstregung, nur mit warmer, flüssiger Nahrung und Getränken.

Drei Aufbautage

Die drei Aufbautage entscheiden über den langfristigen Erfolg der ayurvedischen Fastenkur. Die größte Herausforderung besteht darin, während der Aufbautage nicht zu viel zu essen. das Agni wird überfordert und der Aufbau der Dhatus läuft nicht richtig an. Deshalb sollte man einige Regeln zu beachten: Am ersten Aufbautag nimmt man maximal ein Viertel der gewohnten Nahrungsmenge zu sich, das entspricht etwa einer halben Hand. Am zweiten Tag kann die Hälfte der gewohnten Nahrungsmenge und am dritten Tag können drei Viertel verzehrt werden. Mit sanfter Bewegung und Ölmassagen unterstützt man den Stoffwechsel wie beim Entlastungstag und sollte dies auch weiterhin zwei- bis dreimal die Woche beibehalten um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Fastenkuren für die drei Doshas

Für das Kapha Dosha empfiel sich eine strenge Fastenkuren mit heißem Wasser, Ingwertee und Brühe oder Reiswasser (Manda). Vata-Typen und Pitta-Typen hingegen brauchen eine sanftere, aufbauende Kur mit leichten Suppen (Reissuppe, Peya) und mehreren kleinen, warmen Mahlzeiten am Tag. Der Pitta-Typ kann auch sehr gut Saft- oder Obstfasten. Für alle Typen ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und viel Ruhe zu gönnen, um die Ablösungsprozesse zu unterstützen. Stress würde den Entgiftungsprozess und die Aufbauphase behindern. Nach dem fasetn beginnt man mit einer leicht verdaulichen Kost, die das Agni stärkt, wie einem Reis-Linsen-Gericht (Khicheri) oder einer dicken Reissuppe (Vilepi).

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