Chakras im Alltag

Chakras sind Energieräder am oder im Körper, auf einer energetischen Ebene. Man möchte sie aktivieren, um seine Fähigkeiten im Leben optimal zur Entfaltung zu bringen. Hat man mit einem Thema Schwierigkeiten, kann man es auf energetischer Ebene bearbeiten und mit verschiedenen Übungen aus dem Yoga das jeweilige Chakra stärken.

Muladhara, das Wurzelchakra

In verschiedenen Traditionen gibt es unterschiedlich viele Chakra-Systeme. Manche haben sieben, andere zwölf oder mehr Haupt- und unzählige Nebenchakras. Die drei Hauptnadis, Pingala, Ida und Sushumna entspringen alle dem untersten, dem Wurzelchakra im Becken. Die Kundalini verbindet die Chakras durch diese Kanäle. Es heißt Muladhara, das bedeutet Wurzelstütz, und ist für die grundlegende materielle Entwicklung im Leben zuständig. Man vergleicht es manchmal mit den Grundbedürfnisse eines Säugling: Nahrung, Wärme, Schutz, Selbstvertrauen und Zugehörigkeit. Durch erdende Übungen, Liebe und Fürsorge kann man das Wurzelchakra stärken. Es geht darum sich wohl zu fühlen, wie auch immer man das für sich erreichen kann. Yoga hilft der täglichen Praxis in mit Standhaltungen sich zu erden.

Svadhisthana und Manipura Chakra

Das Sakralchakra liegt unterhalb des Nabels. Es heißt Svadhisthana und bedeutet „die eigene Basis“. Seine Entwicklung steht im Zusammenhang mit Bewegung, harmonischen Beziehungen zu anderen, Sexualität und Kreativität und reguliert unsere Gefühle. Das zugeordnete Element ist Wasser, alle fließenden Bewegungen können also unterstützend wirken: Yoga und Schwimmen, aber auch Tanzen stärken das Sakralchakra. In Höhe des Solarplexus befindet sich Manipura Chakra, die leuchtende Juwelenstadt. Es steuert unsere Gaben wie Leistungskraft, Selbstbewusstsein, Willen, Motivation und Antrieb, sein Thema ist der Wohlstand und die eigene Meinungsbildung. Man kann Manipura Chakra durch gute Ernährung und Verdauung unterstützen, indem man für eine ausgeglichene Lebensweise sorgt.

Anahata und Vissudha Chakra

Nach Verwurzelung, Ausgeglichenheit und Kraft der ersten drei Chakras verbindet das Herz die unteren mit den oberen Chakras: Das Menschlich-Instinkthaften wird verbunden mit den subtileren, spirituellen Lebensthemen. Im Herzen sitzt der unangeschlagene Ton, das Anahata Chakra, das Thema ist Liebe, Respekt und Mitgefühl. Es stärkt unser Vertrauen ins Leben, Liebenswürdigkeit und Einfühlungsvermögen. Je großzügiger wir mit anderen umgehen, desto ausgeglichener werden wir selbst. Es geht um das Annehmen, was ist. Um das Anahata Chakra zu entwickeln, kann man ehrenamtliche Arbeiten übernehmen, anderen helfen und lernen Gutes zu tun, ohne einen Dank zu verlangen. Die oberen drei Chakras beginnen im Hals mit dem Kehlchakra, Vissudha, das Reinigende. Es steht für Kommunikation und regelt unser Verständnis für Wahrhaftigkeit, was wir Hören (wollen) und wie kraftvoll die Stimme und unsere innere Botschaft entwickelt sind: Das Singen von Mantras hilft, ob unter der Dusche oder im Chor, aber auch Stimmtraining oder eine Gesprächstherapie.

Ajna und Sahasrara Chakra

Im Kehlchakra finden wir unsere Berufung, das nächste Chakra befindet sich in der Mitte der Stirn im „dritten Auge“ und heißt Ajna Chakra. Es ist der Sitz des Beobachters und verleiht Unterscheidungsfähigkeit (Viveka), Leidenschaft für den eingeschlagenen Weg, fördert die Vorstellungskraft und Weisheit, Weitblick und Klarheit. Mit Visualisierungen und Intuition kann man das Ajna Chakra stärken. Etwas oberhalb des Scheitels, außerhalb des Körpers, befindet sich das Kronenchakra Sahasrara, der tausendblättrige Lotos. Entfaltet es sich, stellt es für uns die Verbindung mit dem Göttlichen her, manche nennen es Erleuchtung oder Erkenntnis. Sehr feine Energie können wir jetzt wahrnehmen, wenn wir im Geben und Nehmen bleiben, offen sind für alle Erfahrungen. Um es zu födern kann man andere unterrichten, muss aber selbst ebenso weiter lernen.

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