Ayurveda für die Seele

Zwei neu Bücher von Volker Mehl möchte ich heute vorstellen: „Ayurveda ABC“ und „Der Personal Trainer für die Seele“.

Ayurveda für die Seele

Mit dem kleinen „Ayurveda ABC“ möchte Volker Mehl Missverständnisse in Bezug auf Ayurveda aus dem Weg räumen. Die komplizierten Ernährungsideen bei Vata-, Pitta- oder Kaphastörungen sollen einem einfachen Verständnis der Zusammenhänge beim Kochen von Ayurveda-Gerichten Platz machen. Gelingt ihm das? Im zweiten Buch geht es um nichts Geringeres als um die seelische Gesundheit durch eine Verbindung aus Ayurveda und Psychotherapie. Dazu holt sich Volker Mehl einen Experten an die Seite: Dr. med. Matthias R. Lemke ist Psychotherapeut, seine Themen sind Ernährung und Psyche.

Ayurveda ABC: Alles außer kompliziert

„Ayurveda ABC“ von Volker Mehl © Schirner

Tatsächlich enthält das Buch die wichtigsten Ayurveda-Begriffe alphabetisch aufgelistet. Dabei werden sie allerdings eher in einer lockeren Liste angerissen. Eben alles zurück auf Anfang. Zusätzlich werden ayurvedische Lebensregeln vorgestellt, die den Alltag strukturieren sollen. Im Grunde das Kernstück der präventiven Kraft des Ayurveda. Auch ein paar Übungen dürfen nicht fehlen: Die fünf Tibeter werden ebenfalls sehr kurz vorgestellt. Eine kleine Lebensmittel & Gewürzkunde, die sechs Geschmäcker und 15 Rezepte schließen sich an. Das alles auf nur etwa 130 Seiten. Interessant finde ich in der Lebensmittel & Gewürzkunde die Ausgleichsmittel, wenn man etwas schlecht verdauen kann oder zu viel von etwas zu sich genommen hat. Alles vorhanden im „Ayurveda ABC“, aber reicht das Buch auch für einen Neuling? Im Grunde ja, es muss ja nicht immer alles tiefschürfend sein.

Der Personal Trainer für die Seele

„Personal Trainer für die Seele“ von Volker Mehl und Matthias R. Lemke © Schirner

Das Ergebnis der Zusammenarbeit von Volker Mehl und‎ Dr. med. Matthias R. Lemke am Ratgeber „Der Personal Trainer für die Seele“ ist interessant: Ayurveda, die indische Lehre, und die neuesten psychologischen Forschungen weisen zahlreiche Parallelen auf. Die beiden Autoren haben dazu die zehn ayurvedischen Lebensregeln mit Ansätzen der Psychotherapie verglichen. Zusammengefasst ergeben sie folgende Stichworte: Ernährung und Bewegung, Aktivität und Ruhe, Emotionale Bindung und Alleinsein, Kognitive Herausforderung und Entspannung, Stimmigkeit und Sinnhaftigkeit. Das Ganze kombiniert mit einer ayurvedischen Ernährung macht einen selbst zum Personal Trainer im Sinne von Selbstfürsorge und Selbstermächtigung. Denn Nahrung wirkt auf das Gehirn wie Medikamente.

Ein gelingendes Leben

Ein gelingendes Leben funktioniert über Ausgewogenheit und Resilienz in jedem Bereich, das weiß die Psychotherapie genauso wie man es im Yoga und Ayurveda kennt. In ihrem 5-Punkte-Programm erläutern die beiden Autoren das näher, alles gut nachvollziehbar. Das Buch ist sehr entspannt geschrieben und macht Lust auf die Selbsterforschung mit Fragen zum Thema wie „Die emotionale Komponente des Kochens“, „Körperlich und geistig Unverdautes“ oder „Wie sieht Ayurveda die Seele“. Es gibt einen Seelenfitnessplan über vier Wochen und natürlich der Vollständigkeit halber ein paar Rezepte am Ende des Buches.

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